Wirtschaft
CS will sich ein Stück Lehman schnappen
Von Ralph Pöhner. Aktualisiert am 22.09.2008 17 Kommentare
Interessant auch für eine Schweizer Bank: Indische Informatiker. (Bild: Keystone)
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Nach dem Kollaps von Lehman Brothers stehen momentan einzelne, noch funktionierende Geschäftseinheiten der amerikanischen Investmentbank zum Verkauf. Einer dieser Ableger ist die indische Lehman-Tochter – die Firma beschäftigt über 2200 Mitarbeitende. Jetzt soll die Credit Suisse ihr Interesse daran angemeldet haben. Dies berichtet die renommierte «Economic Times» aus Mumbai. Neben der britischen Barclays Bank und einigen Private-Equity-Firmen habe auch die Schweizer Grossbank eine Vereinbarung unterzeichnet, um für die Firma zu bieten.
Die umworbene Gesellschaft in Powai, einem Vorort von Mumbai, lieferte bislang vor allem Informatik- und Backoffice-Dienstleistungen für die Lehman-Zentrale und zahlreiche andere Tochterfirmen: rund 1500 Mitarbeitende sind in diesen Bereichen tätig. Die Credit Suisse wiederum arbeitet seit der Jahrtausendwende kräftig daran, Informatik-Arbeitsplätze nach Indien auszulagern beziehungsweise dort aufzubauen. In so genannten Offshore-Zentren in Indien, Singapur, Polen und den USA beschäftigt die Bank heute rund 4000 Leute. Sie hat angekündigt, diese Zahl auf 6000 steigern zu wollen. Credit Suisse wollte die Meldung aus Mumbai heute nicht kommentieren; die «Economic Times» beruft sich auf «Quellen nahe bei der Transaktion». (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 22.09.2008, 13:56 Uhr
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