Wirtschaft

Keine zusätzliche Garantie für Sparer

Aktualisiert am 06.10.2008 71 Kommentare

Die Erhöhung des Eigenlagenschutzes für Sparer müsse geprüft werden, sagt Eveline Widmer-Schlumpf. Vorerst will der Bundesrat aber nichts ändern.

Der Bundesrat sei besorgt über die Lage auf den Finanzmärkten, sagte Eveline Widmer-Schlumpf am Abend der Tagesschau von SF. Die Regierung sei darauf vorbereitet, wenn nötig Massnahmen zu ergreifen, um die Stabilität des Finanzsystems Schweiz und damit auch die Einlagen der Kunden sicherzustellen, sagte die interimistische Finanzministerin.

Sehr wichtig sei, dass die Banken über genügend Eigenmittel und über ausreichende Liquidität verfügten. Zudem müssten sie ihre Bilanzen von den Problemengagements befreien, wo noch einiges zu tun sei.

Deutlicher als bisher machte Widmer-Schlumpf im Fernseh-Interview aber klar, dass die bei 30'000 Franken pro Person liegende Limite der Einlagensicherung mittelfristig wohl erhöht werden muss. Diese Grenze sei nicht ganz optimal, sagte sie. Einlenken in dieser Frage signalisierte zudem der Geschäftsführer der Schweizerischen Bankiervereinigung, Urs Roth. Die Frage der Heraufsetzung der gesicherten Einlagen sei sicher ein Thema, das man anschauen müsse, sagte er der «Tagesschau». Dabei müsse man sich auch überlegen, wie die Einlagen der privaten Altersvorsorge 3a noch sicherer gemacht werden könnten.

Geringerer Garantie in der Schweiz

Im Vergleich zum Ausland ist in der Schweiz im Fall einer Banken-Pleite wenig vom Bankguthaben garantiert. Gerade einmal 30'000 Franken pro Person sind abgesichert. Für das Geld bürgt zudem nicht der Staat, sondern die Banken selbst. Diese haben sich in einem Verein zusammengeschlossen. Er stellt sicher, dass bei der Schliessung einer Bank Guthaben von bis zu 30'000 Franken rasch, das heisst innert drei Monaten, ausbezahlt werden.

Mit Ausnahme von Postfinance und den meisten Kantonalbanken, bei denen der Bund respektive die Kantone eine Garantie für die Kontoguthaben erbringen, ist der Schutz der Guthaben auf Schweizer Banken im Vergleich zum Ausland also bescheiden. Zumal im Ausland die Einlagegarantien schon vor den Erhöhungen der letzten Tage höher waren als 30'000 Franken. (grü/ap)

Erstellt: 06.10.2008, 22:53 Uhr

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71 Kommentare

Boix F.

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Die Schweiz will in allen Belangen immer besser sein als alle Europeischen Länder ,aber wen ums geld geht sind immer auf dem letzten Rang.Ich finde die CHF 30.000.- die der Bundesräte garantieren schämlich. Antworten


knoeppel dick

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Dann geh aufloesen knoeppel. schau aber, dass du nicht der letzte in der reihe bist morgen.... Antworten



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