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Die schrecklich nette Apollo-Familie

Aktualisiert am 21.07.2009

Aldrin, Armstrong und Collins empfahlen sich auch als gut geerdete Familienmenschen für die Mission. Ihre heldenhafte Rückkehr stiess nicht nur auf Begeisterung.

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Zum Mond flogen nicht nur drei Astronauten, mit an Bord waren auch die Wertvorstellungen des bürgerlichen Amerika. Das Bild, Teil einer umfassenden Homestory im «Life Magazine», zeigt Armstrong, Aldrin und Collins mit Familien.
Life

   

Sie stammen aus dem Kernland Amerikas. Der überwiegende Teil der 29 Astronauten der Apollo-Missionen kommt aus Staaten wie Ohio oder Oklahoma. Nur zwei sind nicht verheiratet, die anderen haben im Durchschnitt 2,8 Kinder. Die Nasa hat ihre Raumfahrer mit Bedacht ausgewählt: Es sind – trotz allem – bodenständige, familiäre, ja tief konservative Persönlichkeiten.

Die Hälfte davon absolvierte die Elite-Militärakademie West Point. Und fast alle sind religiös. Unter den Astronauten gibt es Diakone und Kirchenräte. Buzz Aldrin etwa hielt nach dem Aufsetzen auf dem Mond in der Kapsel den Abendmahlgottesdienst ab.

Den Moment als Aldrin und Armstrong die US-Flagge im Mondgestein versenken, begeistert in den USA nicht alle. Ein Teil der Gesellschaft sieht darin den Triumph des Establishments und der US-Militärmaschinerie. Als die Astronauten sicher zurück auf der Erde sind, bekommen sie dies zu spüren: Beim ersten grossen Auftritt, an der Universität von Wisconsin, werden die vermeintlichen Helden von Studenten mit Eiern beworfen. Keinen Monat später erfährt das andere Amerika seine Mondlandung – im Schlamm von Woodstock. (reb)

Erstellt: 21.07.2009, 09:36 Uhr

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