Völlig losgelöst von der Erde: Die Handarbeit vor dem Sprung
Am 19. Juli erreichte die Apollo 11 die Mondumlaufbahn. Tags darauf trennte sich die Landefähre Eagle mit Neil Armstrong und Edwin «Buzz» Aldrin vom Mutterschiff und begann den Abstieg zum Erdtrabanten. Die letzten Sekunden vor dem Aufsetzen der Fähre im Mare Tranquillitatis («Meer der Ruhe»), einer Tiefebene am Mondäquator, gestaltete sich dramatisch. Um Felsbrocken im Landegebiet auszuweichen, schalteten die Astronauten Augenblicke vor der Landung auf Handsteuerung um. Der Treibstoff reichte noch für knapp 20 Sekunden. Die Landung gelang. Die Eagle setzte am 20. Juli um 21.17 Uhr mitteleuropäischer Zeit auf.
«Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein Riesensprung für die Menschheit.» Mit diesen Worten setzte am 21. Juli 1969 um 3.56 Uhr mitteleuropäischer Zeit der Amerikaner Neil Armstrong als erster Mensch seinen Fuss auf den Mond. Zwanzig Minuten nach dem Kommandanten des Raumschiffes Apollo 11 entstieg Edwin Aldrin der Landefähre Eagle. Ein uralter Menschheitstraum hatte sich erfüllt.
Während ihrer Mondmission bauten sie wissenschaftliche Geräte auf, schossen unzählige Fotos, sammelten Gesteinsproben und führten ein Telefongespräch mit US-Präsident Richard Nixon. Armstrong und Aldrin enthüllten eine Gedenkplakette mit der Inschrift: «Hier haben Menschen vom Planeten Erde im Juli 1969 erstmals den Fuss auf den Mond gesetzt. Wir kamen in Frieden für die Menschheit.» Auch eine amerikanische Flagge stellten sie auf.
21 Stunden und 36 Minuten auf dem Mond
Spannung kam noch einmal beim Start der Fähre vom Mond auf. Doch auch der funktionierte problemlos. 21 Stunden und 36 Minuten nach der Landung zündete das Triebwerk des Oberteils der Fähre. Das Landeteil diente als Startrampe. Dreieinhalb Stunden später koppelte die Eagle wieder an das Mutterschiff an, in dem Collins in 110 Kilometer Höhe den Mond umrundet hatte.
Am 24. Juli kehrten die Raumfahrer wohlbehalten von ihrer historischen Mission zurück. Bis Dezember 1972 gab es noch fünf weitere Mondlandungen. Insgesamt setzten zwölf Amerikaner ihren Fuss auf den Mond. (jak/ap)
Erstellt: 20.07.2009, 10:48 Uhr








