… 9 Jahren: Der Anthrax-Terror
Von Jan Knüsel. Aktualisiert am 12.10.2010
Die Angriffe kamen per Brief. So wurde am 21. Oktober 2001 bei einem Postangestellten aus Washington Milzbrand diagnostiziert. Es war der dritte Fall einer Infektion mit Anthrax. Insgesamt handelte es sich um den neunten Brief, der Spuren des tödlichen Erregers enthielt.
Grosse Panik
Die unauffälligen Anschläge per Post, die vornehmlich an Politiker und Medienhäuser adressiert waren, begannen nur eine Woche nach den Terroranschlägen des 11. September 2001. Entsprechend gross war die Panik in der Öffentlichkeit. «Wir müssen uns auf noch mehr Anschläge gefasst machen», verkündete ein ratlos wirkender Tom Ridge, der designierte Chef des neuen Heimatschutzministeriums. Insgesamt gab es im Herbst 2001 18 Fälle von Briefen, die Milzbrandsporen enthielten. 22 Personen wurde damit infiziert, 5 starben.
Untersuchungen im Jahr 2002 ergaben, dass die verwendeten Sporen nicht älter als zwei Jahre alt waren und in einem Biowaffenlabor der US-Armee im Bundesstaat Maryland hergestellt wurden. 2008 verdichteten sich die Vermutungen, dass der Wissenschaftler Bruce E. Ivins, der in jenem Labor tätig war, hinter den Anschlägen gesteckt haben musste. Der Verdächtige nahm sich am 27. Juli 2008 das Leben. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.10.2010, 15:12 Uhr

