Schweinegrippe: Mann kämpfte wegen Lungenentzündung um sein Leben
Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 25.11.2009
Auch Nicht-Risikopatienten werden zum Notfall: Die Notaufnahme im Waidspital (Bild: PD)
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Derzeit liegt ein junger Mann auf der Intensivstation im Zürcher Waidspital. Laut Stadtarzt Albert Wettstein erlitt der Patient eine sehr schwere Lungenentzündung. Grund für die Erkrankung ist der bekannte Schweinegrippe-Virus, der in die Lunge gelangte und dort die lebensgefährliche Entzündung auslöste.
«Ohne die Behandlung im Spital wäre der Patient gestorben,» sagt Wettstein. Er gehörte jedoch keinerlei Risikogruppe an, so Wettstein gegenüber Tagesanzeiger.ch weiter. «Diese Form der Lungenentzündung ist die am meisten gefürchtete Komplikation bei der Infektion mit dem H1N1-Virus», sagt Wettstein.
Häufigste Todesursache
Bei der grossen Grippeepidemie von 1918 starben die meisten Opfer nicht an der Grippe, sondern an einer Lungenentzündung. Der aktuelle Fall in Zürich ist einer von wahrscheinlich mehren 1000 an der Grippe Erkrankten. registrierten Grippe-Erkrankungen.
Der junge Mann wurde über die Lunge mit einem Virus infiziert. Bei diesem Krankheitsverlauf tritt 24 bis 48 Stunden nach Beginn der Grippe Atemnot auf. Üblicherweise werden solche Fälle mit Tamiflu behandelt. Die direkte Ansteckung mit Viren ist bei Lungenentzündungen selten.
Häufiger ist der nachträgliche Befall mit Bakterien. Dieser Krankheit gehen zuerst die üblichen Grippesymptome wie Fieber voraus. Typisch ist ein zweiter Gipfel von hohem Fieber verbunden mit Atemschwierigkeit einige Tage nach Beginn der Grippe. Sie wird in der Regel mit Antibiotika behandelt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 25.11.2009, 15:13 Uhr





