«Von der Schweinegrippe habe ich Schlimmeres erwartet»
Von Simone Rau. Aktualisiert am 26.11.2009
Ricardo Cabanas hatte Glück: Beim GC-Spieler verlief die Schweinegrippe mild. (Bild: Keystone)
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Schweinegrippe: Betroffene erzählen
Obwohl die Schweinegrippe in aller Munde ist, bleibt sie ein Phantom. Wie fühlt es sich wirklich an, wenn man am H1N1-Virus erkrankt? Wie kündigt sich die Grippe an, und wie verläuft sie? Betroffene erzählen auf Newsnetz/Tagesanzeiger.ch ihren Krankheitsverlauf. Den Anfang macht GC-Fussballer Ricardo Cabanas.
«Am Samstag vor einer Woche fühlte ich mich, als würde ich krank werden. Gliederschmerzen, Husten und ein Druck im Kopf plagten mich, ich hatte Fieber. Ich dachte aber nie daran, dass es die Schweinegrippe sein könnte. Es war nicht anders als bei einer normalen Grippe. Ich hatte nicht mal Halsschmerzen – was ich sonst immer habe, wenn ich im Winter eine Grippe habe. Deshalb habe ich mir nichts dabei gedacht. Wenn ich gut esse und genügend schlafe, fühle ich mich sicher bald besser, hoffte ich.
Doch das Fieber stieg rasch an, auf über 39 Grad. Um sicher zu gehen, entschied ich in Absprache mit dem Klub, am Sonntag zum Arzt zu gehen. Ausschlaggebend war, dass ein Mannschaftskollege Anzeichen der Schweinegrippe gezeigt hatte. Als das Resultat am Dienstag vorlag, war ich trotzdem sehr überrascht. Ich hätte wirklich erwartet, dass die Grippe einen schlimmeren Verlauf nehmen würde. Die Symptome waren – ausser des hohen Fiebers – viel weniger aggressiv als bei einer normalen Grippe.
«Bin noch etwas erschöpft»
Ich blieb drei, vier Tage im Bett, dann ging es mir schon viel besser. Auch das Tamiflu hat geholfen. Von mir aus hätte ich am Freitag bereits wieder trainieren können, aber aus Sicherheitsgründen stand ich erst am Montag wieder auf dem Platz. Die letzten vier Tage sind gut verlaufen, ich fühle mich fit, auch wenn ich noch etwas müde und manchmal erschöpft bin. Aber das ist bei einer normalen Grippe ja nicht anders.
Meiner Frau und den Kindern geht es gut. Ich habe sie zum Glück nicht angesteckt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 26.11.2009, 14:32 Uhr





