Professor: H1N1-Virus ist nur ein «Grippchen»

Aktualisiert am 26.07.2009

Der Pariser Medizin-Professor und Abgeordnete Bernard Debré hat sich in scharfer Form vom aktuellen Umgang mit der Schweinegrippe distanziert.

«Man muss jetzt mal einen Punkt machen»: Bernard Debré.

«Man muss jetzt mal einen Punkt machen»: Bernard Debré.

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Der Virus-Typ A (H1N1) sei «nicht gefährlich», die Schweinegrippe «etwas weniger gefährlich» als die typische saisonale Grippe, die jedes Jahr zu erwarten sei, sagte Debré der Zeitung «Journal du Dimanche». «Deshalb muss man jetzt mal einen Punkt machen», forderte der Mediziner, der zugleich für die Regierungspartei UMP im Pariser Abgeordnetenhaus sitzt.

«Das ist und bleibt ein Grippchen!», sagte Debré, nicht vergleichbar etwa mit dem Ebola-Fieber. Im übrigen hätten die staatlichen Stellen bereits damit begonnen, die Vorsichtsmassnahmen herunterzuschrauben. Die mutmasslichen Schweinegrippe-Kranken würden mit simplen Schmerztabletten behandelt.

Die auch in den Regierungen weit verbreitete Furcht vor einer grossen Schweinegrippen-Epidemie führt Debré auf das «Gestikulieren» der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurück. Die täglichen Communiqués der WHO hätten zu einer «Über-Mediatisierung» geführt. Er halte es jedoch für «überflüssig, die Bevölkerung verrückt zu machen». (bru/sda)

Erstellt: 26.07.2009, 11:01 Uhr

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