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… 43 Jahren: Schweden stellt auf rechts um

Am 3. September 1967 wird in Schweden der Rechtsverkehr eingeführt.

Verkehrschaos: Die Königsstrasse in Stockholm zeigt die Anfangsschwierigkeiten des neuen Verkehrssystem.

Verkehrschaos: Die Königsstrasse in Stockholm zeigt die Anfangsschwierigkeiten des neuen Verkehrssystem.

Am Sonntagmorgen, dem 3. September 1967 um 4.50 Uhr, blieb der gesamte linksspurige, schwedische Autoverkehr in Schweden für zehn Minuten stehen. Nachdem die Behörden bereits über Nacht rund 360'000 Strassenschilder im ganzen Land ausgewechselt hatten, musste nun alle Autos von der linken auf die rechte Strassenseite gelotst werden. Pünktlich um 5 Uhr fuhr der schwedische Autoverkehr auf der rechten Strassenseite weiter.

Emotionales Referendum

130'000 Schilder und Kleber erinnerten vor dem Stichtag die Lenker an den Spurwechsel. Um die Unfallzahl wegen der Umstellung möglichst tief zu halten, drosselte man die Maximalgeschwindigkeit an diesem Tag auf 30km/h innerorts und 50km/h ausserorts. Neue Autos mussten die Schweden deswegen nicht kaufen, denn die meisten fuhren bereits vor 1967 mit dem Lenkrad auf der linken Seite.

Es war nicht das erste Mal, dass Schweden die Seiten gewechselt hatte. Bereits 1734 wechselte man von Rechts- auf Linksverkehr. Mehr als 200 Jahre blieb dieses System auch erhalten, während alle skandinavischen Nachbarländer ihren Verkehr auf rechts einstellten. Nachdem 1955 ein emotional geführtes Referendum zum Spurwechsel gescheitert war, verfügte acht Jahre später das schwedische Parlament die Verkehrsumstellung bis 1967. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.08.2010, 12:03 Uhr

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