…105 Jahren: Die erste Filmvorführung
Von Claudia Müller. Aktualisiert am 17.03.2010
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Eine einzige Einstellung und eine Minute Film: Das ist der Anfang des bewegten Bildes und ein filmhistorischer Moment. Die Gebrüder Lumière aus Frankreich erfinden nicht nur den ersten Apparat, den Cinèmatographen, der die Vorführung und das Filmen möglich macht, sondern präsentieren auch zum ersten Mal die neue Kunstform einem Publikum.
Die Fabriktore der Lumière-Werke öffnen sich. Es ist Mittagspause und die grösstenteils weiblichen Mitarbeiter strömen heraus. Von links und rechts treten die Arbeiterinnen ins Bild. Nachdem alle Mitarbeiter das Firmengelände verlassen haben, werden die Tore wieder geschlossen. Das ist er, der erste Kurzfilm der Geschichte: «La Sortie de l’Usine Lumière à Lyon».
Die Vorführung
Ein erlauchter Kreis, die «Sociéte d’Encouragement à l’Industrie Nationale» (Gesellschaft für die Förderung der nationalen Industrie) ist Zeuge der ersten Aufführung, die am 22. März 1895 in Paris stattfindet. Die erste öffentliche Aufführung folgt allerdings erst im Dezember desselben Jahres im Grand Café in Paris, deshalb wird oft der 28. Dezember als eigentliches Geburtsdatum des Films angesehen.
Nach der ersten erfolgreichen Vorführung fangen die Gebrüder Lumière an, Alltägliches und Szenen aus der Arbeitswelt zu dokumentieren. Sind die ersten Filme nur für ein kleines Publikum bestimmt, betreten die Gebrüder schon bald kommerzielles Terrain. Schon bald werden sie führende Filmproduzenten der jungen Branche. Obwohl sie nicht die ersten auf der Welt waren, die bewegte Bilder vorführten, gelten sie bis heute zu den Begründern der Kunstgattung Film. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 17.03.2010, 16:35 Uhr










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