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…627 Jahren: Der Märtyrertod des Johannes von Nepomuk

Am 20. März 1393 wird nach kirchlichen Intrigen der Generalvikar des Erzbischofs von Prag in der Moldau ertränkt.

Gedenkort: Die Karlsbrücke in Prag. Die fünf Sterne stehen für die fünf Buchstaben des lateinischen Wortes tacui - «ich habe geschwiegen».

Gedenkort: Die Karlsbrücke in Prag. Die fünf Sterne stehen für die fünf Buchstaben des lateinischen Wortes tacui - «ich habe geschwiegen».

Stichworte

Johannes Nepomuk gehört zu den Märtyrern, die von der Kirche aufgrund einer Legende heiliggesprochen wurde. Nach einem kirchenpolitischen Streit muss der aus Böhmen stammende Priester seine Tat mit dem Leben bezahlen.

Geschichte und Legende

Im Jahre 1392 übergibt der Bischof Jonas Jenstein dem König von Böhmen eine Beschwerdeschrift. Diese soll die kirchrechtlichen Verhältnisse endlich klären. Doch anstatt darauf einzugehen, will der König dem Bischof das Gebiet jetzt noch klarer streitigmachen. Um den Einfluss des Bischofs zu schmälern, soll das reiche Bistum Kladrau mit eigenen Leuten besetzt werden. Doch was der König nicht weiss, Johannes Nepomuk hat die Stelle auf Weisung des Bischofs schon anders besetzt. Die kirchenpolitischen Auseinandersetzungen führen dazu, dass Nepomuk verhaftet, gefoltert und schliesslich in der Moldau ertränkt wird.

Zur Heiligsprechung von Johannes Nepomuk hat aber etwas ganz anderes geführt. Der König soll seine Frau der Untreue verdächtigen als er vom Bischof fordert, sein Beichtgeheimnis zu brechen. Doch Nepomuk lässt sich nicht beirren und schweigt. Deshalb soll der Bischof mit dem Leben bezahlt haben.

Im Jahre 1729 wird Johannes Nepomuk von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.03.2010, 16:03 Uhr

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