Archäologen sind nah dran an Kleopatras Grab
Das Rätsel über die letzte Ruhestätte von Königin Kleopatra werde vermutlich bald gelöst werden, erklärte Behördenchef Sahi Hawass am Sonntag im Tempel Taposiris Magna nahe Alexandria. «Der Fund dieses Grabs wäre eine der wichtigsten Entdeckungen des 21. Jahrhunderts», sagte der Archäologe. Als Beleg für seine Theorie präsentierte Hawass vor Journalisten 22 mit dem Bild Kleopatras geschmückte Münzen, sowie zehn Mumien, einen aus Alabaster gearbeiteten Kopf einer Kleopatra-Statue und eine Maske, die möglicherweise Marcus Antonius gehörte. Die Schätze wurden im Laufe dreijähriger Ausgrabungsarbeiten in dem 2000 Jahre alten Tempel nahe der ägyptischen Mittelmeerküste entdeckt.
An drei Stellen wird gegraben
Von kommendem Dienstag an suchen Archäologen an drei Stellen des Tempels nach Kleopatras Grab, wie Hawass ankündigte. Experten aus Ägypten und der Dominikanischen Republik arbeiten bereits seit drei Jahren am Taposiris Magna. Im Innern des im dritten Jahrhundert vor Christus entstandenen Gebäudes wurden mehrere tiefe Schächte entdeckt, von denen drei möglicherweise für Bestattungen genutzt wurden. Nach Einschätzung der Archäologen könnten Kleopatra und Marcus Antonius in einem ähnlichen Schacht beerdigt worden sein.
Die Königin und der römische General hatten sich nach der Niederlage in der Schlacht bei Actium im Jahr 31 v. Chr. das Leben genommen, seitdem wird über den Ort ihres Grabs gerätselt. (vin/ap/)
Erstellt: 19.04.2009, 18:50 Uhr


Die Welt in Bildern

