Jetzt Top 10 – ETH Zürich stösst in Hochschul-Ranking vor

Die Schweizer Universitäten sind Weltspitze, wie eine Rangliste zeigt. Mit Riesenschritten holen allerdings Singapurer Bildungsstätten auf.

Neuntbeste Hochschule der Welt: ETH Zürich. (Archivbild)

Neuntbeste Hochschule der Welt: ETH Zürich. (Archivbild) Bild: Alessandro Della Bella/Keystone

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Die ETH Zürich ist gemäss einem weltweiten Vergleich der Universitäten die neuntbeste Hochschule der Welt. Sie rückt gegenüber dem Vorjahr drei Plätze vor – wie auch die EPFL Lausanne. Diese liegt neu auf Rang 14 des weltweiten QS-Rankings.

Den ersten Platz belegt unverändert das Massachusetts Institute of Technology (MIT). Auf Platz zwei folgt die Harvard University. Platz drei teilen sich die University of Cambridge und die Stanford University. Dies teilte QS am Montagabend mit. Hinter sich lässt die ETH Zürich so bekannte Hochschulen wie die University of Chicago oder Yale. Aber auch Princeton muss sich von der Bildungsstätte an der Limmat geschlagen geben.

Die Rangliste von 1 bis 14:

Den grössten Schritt nach vorne machten zwei Hochschulen aus Singapur: Die National University of Singapore verbesserte sich um zehn Plätze und erreicht Rang 12, die Nanyang Technological University macht 26 Plätze gut und findet sich nun auf Rang 13. (Für Vergleiche zwischen Regionen, Fakultäten und Orten klicken Sie hier auf die gesamte Rangliste.)

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Ausser der ETH und der EPFL rangieren noch vier weitere Schweizer Universitäten innerhalb der Top 150 und zeugen laut Quacquarelli Symond (QS) von der «exzellenten Schweizer Bildung»: die Universitäten Zürich (85), Genf (89), Basel (139) und Lausanne (143).

Die QS World University Rankings erscheinen dieses Jahr bereits in der zwölften Auflage. Sie basieren gemäss Angaben des QS-Netzwerks auf den vier Säulen Forschung, Lehre, Internationalisierung und Beschäftigungsfähigkeit. Berücksichtigt werden wissenschaftliche Reputation, Reputation unter Arbeitgebern, Betreuungsverhältnis, Zitationsrate, internationale Studenten und internationale Fakultät. (chk/sda)

(Erstellt: 15.09.2015, 06:13 Uhr)

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Mehr Computer nicht gleich mehr Kompetenz

Mehr Zeit am Computer bringt Jugendlichen nicht unbedingt zusätzliche Lernkompetenz. Zu diesem Ergebnis kommt eine Pisa-Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in 31 Ländern.

«Bei der digitalen Bildung geht es um Qualität statt Quantität», sagte Eric Charbonnier von der Bildungsabteilung der OECD zu dem am Dienstag veröffentlichten Schulleistungstest. «Digitale Technologien gestalten nur das effizienter, was bereits effizient ist», sagte Charbonnier in Paris.

Entscheidend sei, dass die Schüler eine Recherche planten, wichtige von unwichtigen Informationen unterscheiden könnten und die Glaubwürdigkeit einer Quelle einschätzen könnten. Lernerfolg und Nutzungsdauer stehen dabei im umgekehrten Verhältnis zueinander: Je moderater und zielgerichteter die Technologie genutzt wird, desto grösser ist der schulische Erfolg.

Die Vorteile digitaler Bildung an Schulen sind laut Studie der spielerische Zugang zu Wissen, die personalisierte Ausbildung und das kooperative Lernen. Der Zugang zu digitaler Bildung variiert stark. «Die Lehrer sind nicht vorbereitet, für sie gehören neue Technologien noch nicht zum allgemeinen Schulablauf dazu», so Charbonnier etwa zur Situation in Frankreich.

Im Durchschnitt nutzten die Testpersonen mindestens zwei Stunden täglich das Internet. Wird diese Dauer etwa mit sechs Stunden täglich weit überschritten, zieht das laut OECD schulische Misserfolge nach sich.

Grundlage für die erste Pisa-Studie zur digitalen Kompetenz waren bereits 2012 erhobene Daten. 96 Prozent der befragten Schüler haben danach einen Computer zu Hause, 72 Prozent gebrauchen diese Technik in der Schule.

Die Studie umfasst auch das Rechercheverhalten der 15-Jährigen im Netz. Francesco Avvisati, Datenanalyst in der Bildungsabteilung der Organisation, verwies auf ähnliche Ergebnisse: sozial privilegierte Schichten nutzten neue Technologien eher, um Informationen, Nachrichten und praktische Informationen zu suchen, sozial Benachteiligte suchten hauptsächlich Unterhaltung.

Spitzenwerte bei der digitalen Lesekompetenz und beim Rechercheverhalten im Netz erzielten Länder wie Singapur, Korea, Japan, Kanada, USA und Australien. Zu den Schlusslichtern gehören Spanien, Russland, Brasilien und Kolumbien. (sda)

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