Alkohol im TV lässt Zuschauer häufiger zur Flasche greifen
Aktualisiert am 03.03.2009 2 Kommentare
An der im Fachjournal «Alcohol and Alcoholism» vom Mittwoch veröffentlichten Studie waren 80 Studenten im Alter von 18 bis 29 Jahren beteiligt. Sie sassen in vier verschiedenen Gruppen in einem gemütlichen Heimkino, in dem alkoholische und alkoholfreien Getränke zur Verfügung standen.
Zwei verschiedene Filme
Zwei Gruppen sahen den Film «American Pie», in dem Jugendliche heftig Bier konsumieren, jeweils mit und ohne Alkohol-Werbung. Zwei andere Gruppen schauten den weitgehend «abstinenten» Film «40 Tage und 40 Nächte» jeweils mit und ohne Werbung für Alkohol.
Am häufigsten griffen erwartungsgemäss jene Studienteilnehmer zum Alkohol, die «American Pie» plus Bier-Werbung sahen. Sie tranken im Schnitt während des Films drei 0,2-Liter-Flaschen alkoholische Getränke. Die Teilnehmer der «trockensten» Variante - «40 Tage und 40 Nächte» mit «neutraler» Werbung - konsumierten im Schnitt nur die Hälfte davon.
Gang zum Kühlschrank
Die Studie zeige «direkte Auswirkungen der Alkohol-Darstellung im Fernsehen auf das unmittelbare Trinkverhalten von Zuschauern», sagte Rutger Engels von der Radboud-Universität in Nijmegen. Die Studie mache deutlich, dass Alkohol-Darstellungen im TV wie ein direkter Anstoss zum sofortigen Alkoholkonsum wirken könne.
So sei zu vermuten, dass «Werbung für eine bestimmt Biersorte nicht nur dazu verleitet, sie beim nächsten Supermarkt-Besuch zu kaufen, sondern auch dazu, sich gleich ein Bier aus dem Kühlschrank zu holen». Ein Verbot von Alkohol-Werbung im Fernsehen könne daher zu einem geringeren häuslichen Alkohol-Konsum führen. Weitere Untersuchungen dazu seien erforderlich. (sam/sda)
Erstellt: 03.03.2009, 12:14 Uhr
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2 Kommentare
Diese Studie zeigt einmal mehr die Wirkung von Alkohol am Fernsehen auf den Zuschauer, wobei Studenten mit ihren überdurchschnittlichen kognitiven Fähigkeiten zu den "mündigen" Bürgern gezählt werden können, von denen die Alkohol- und Werbebranche immer behauptet, sie wüssten mit Werbung umzugehen. Es ist klar: Alkohol am Fernsehen wirkt, egal ob als Reklame oder im Programm (=Schleichwerbung). Antworten
das ist ja unglaublich! ich würde also tatsächlich doppelt soviel trinken, würde ich mir 1. filme wie american pie mit alkoholwerbung ansehen und 2. überhaupt zuhause vor der glotze hocken. beides tue ich nicht. die studie beweist das unterbrecherwerbung in spielfilmen verboten gehört. der rest interessiert nur blaukreuzler und alle andern die mir gern ihren lebensstil aufzwingen würden. Antworten
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Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.






