Eine Epidemie der Selbstverliebtheit
Von Klaus Wilhelm. Aktualisiert am 26.01.2010 38 Kommentare
Man könne ja glauben oder hoffen, «dass wir in Europa von der Epidemie des Narzissmus in den USA verschont geblieben sind», sagt der Psychologe Hans-Werner Bierhoff von der Ruhr-Universität Bochum. «Wahrscheinlich ist das aber nicht, ich fürchte, wir stecken mittendrin.»
Epidemie des Narzissmus? Tatsächlich häufen sich in den USA wissenschaftliche Daten, die auf eine immer höher schwappende Welle der Selbstverliebtheit unter jungen Menschen deuten. Jean Twenge spricht von der «Generation Me», der Generation Ich. «Narzissmus hat so viele negative Konsequenzen», sagt die Psychologin von der San Diego State University, «und trotzdem scheint unsere Kultur Narzissmus weitgehend zu akzeptieren.»
Bereits in der Antike bekannt
Das Phänomen des Narzissmus war bereits in der Antike bekannt. Narziss, ein 16-jähriger Jüngling aus der griechischen Mythologie, hat dem Narzissmus seinen Namen gegeben. Das Bürschchen versagte aus Stolz der Nymphe Echo seine Liebe, worauf ihn die gekränkte Dame mit einem Fluch belegte: Der Knabe musste sein Spiegelbild in jedem Wasser lieben, das sich ihm aber immer wieder entzog.
Im 20. Jahrhundert prägte die aufkeimende Klinische Psychologie die Bewertung des Phänomens, indem sie Kriterien für die Diagnose einer «narzisstischen Persönlichkeitsstörung» postulierte. Darin fliessen beispielsweise Kriterien ein wie «grandioses Verständnis der eigenen Wichtigkeit», «Glaube an die eigene Einzigartigkeit», «Anspruchsdenken», «Arroganz» oder «Mangel an Einfühlungsvermögen».
«Schockierende Daten»
Die narzisstische Persönlichkeitsstörung ist die Extremform des klinisch unauffälligen «normalen» Narzissmus, der jetzt im Fokus vor allem von Sozialpsychologen wie Bierhoff oder Twenge steht. Seit 1979 befragten amerikanische Psychologen mittels eines standardisierten Tests regelmässig US-Studenten auf Narzissmus-Merkmale – bis 2009 fast 20'000 junge Frauen und Männer. Zeigten Mitte der Achtzigerjahre etwa 14 Prozent der Interviewten erhöhte Narzissmuswerte, waren es 2009 mehr als 25 Prozent. «Der Anstieg beschleunigt sich noch schneller, als wir dachten», sagt Twenge nach einer neuen vergleichenden Studie mit ihrem Kollegen Josh Foster von der University of South Alabama: Von 2002 bis 2007 stiegen die Werte doppelt so schnell wie zwischen 1982 und 2006.
Dazu kommen die für Twenge «schockierenden Daten» der nationalen Gesundheitsinstitute der USA. Deren Forscher haben 35'000 Amerikaner danach gefragt, ob sie sich an Symptome einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung in ihrem Leben erinnern. Resultat: 3 Prozent der über 65-Jährigen konnten das, bei den 20- bis 30-Jährigen waren es 10 Prozent. Selbst wenn den einen oder anderen Senior Gedächtnislücken plagen sollten, ist die Diskrepanz für die Psychologin deutlich: «Da kommt in den nächsten Jahrzehnten einiges auf uns zu», prognostiziert Twenge.
Hans-Werner Bierhoff bestätigt die Tendenzen für Europa. In einer seiner jüngsten Studien erwies sich jeder fünfte deutsche Student als übermässig narzisstisch. Die zunehmende Tendenz zur Individualisierung wirkt bis in die Familien hinein. «Welche Eltern gerade aus der oberen Mittelschicht glauben noch, ein ‹ganz normales Kind› zu haben?», fragt der Psychologe. «Da bleibt dem Kind nichts anderes übrig, als sich grandios zu finden.»
Nichts für Partnerschaften
Der Bochumer untersucht vor allem das kaum erforschte Feld des Narzissmus in der Partnerschaft. An einer gerade veröffentlichten Studie nahmen 250 Studenten teil, die seit durchschnittlich dreieinhalb Jahren eine Beziehung führen. Die Forscher ermittelten zunächst den Narzissmus der Personen. Danach beurteilten die Paare jeweils die eigene Attraktivität und die des Partners: Dabei ging es um die Wahrnehmung der äusseren Erscheinung, um Statusfragen wie Bildung und Einkommen oder auch um die Anziehungskraft des anderen.
Klares Ergebnis: «Je narzisstischer ein Partner», sagt Bierhoff, «umso mehr überschätzt er die eigene Attraktivität» – und mithin den eigenen Beitrag zur Partnerschaft. Durch die verzerrte Selbstwahrnehmung bewerteten die Narzissten die Leistung des Partners geringer als die eigene und würdigen sie kaum. «Die narzisstische Person setzt den Partner ständig unter Druck», sagt Bierhoff. Seine gut gemeinte Empfehlung: «Finger weg von einem narzisstischen Menschen!» Das dürfte aber schwierig werden, vor allem weil Narzissten meist unterhaltsam und witzig sind. Das kann attraktiv wirken, zumal das überbordende Ego oft zu beruflichem Erfolg verhilft. Doch «als Partner kann die charmante Bekanntschaft später selten halten, was sie verspricht», warnt der Psychologe und Autor des Buches «Narzissmus – die Wiederkehr».
Eitle Selbstverliebtheit bei Frauen steigt
Den jüngsten Untersuchungen zufolge nimmt die eitle Selbstverliebtheit auch unter Frauen zu, wenngleich Männer noch immer dominieren. In einer Medienwelt, die nach narzisstischen Promis oder Pseudopromis giert, erscheint der Trend zwangsläufig. Entsprechend zeigen jüngste Untersuchungen unter Schauspielern und Musikern deutlich erhöhte Narzissmuspegel im Vergleich zu einer Gruppe von Nichtpromis. An der Spitze: Gewinner von Casting-Shows oder Reality-Sendungen im Fernsehen.
Rabiat kulturpessimistisch vermutet die Psychologin Susan Linn von der Harvard University, dass derlei TV-Sendungen zu stetig wachsender Akzeptanz narzisstischer Tendenzen führen. «Ein Desaster für Kinder», findet Linn, «da werden ungesunde Werte vermittelt und falsche Erwartungen an das Leben.» Es gibt aber auch andere Stimmen, etwa von der Psychologin Kali Trzesniewski von der University of Western Ontario in Kanada. Junge Menschen heute seien sich halt «ihrer potenziell zahllosen Möglichkeiten bewusst». Das könne dann schon sehr selbstbezogen wirken. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 26.01.2010, 06:29 Uhr
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38 KOMMENTARE
Hmm, folgende Überlegung: kann es sein, dass der grassierende Vorbildanspruch (ein Chef/Sportler/Politiker etc muss nicht nur seinen Job gut machen sondern auch noch in allem Vorbild sein) ein klein wenig dazu beiträgt dass Menschen zu Narzissten werden? So unter dem Motto: ich bin überall der beste (weil ich es ja sein muss)? Zusammenhang?
@André Martin Weil ... Ich stimme Ihnen zu, wenn es sich um "Charismatische Persoenlichkeiten" aus Kunst oder Showbiz handelt. Wenn jedoch Manager oder Politiker deswegen Firmen oder sogar Laender zu Grunde richten - sieht's sicher anders aus ...
Über den Wert solcher "Studien" darf man ja auch geteilter Meinung sein. Es muss jedoch schon etwas dran sein, man sieht es an solchen "Wissenschaftlern", die uns tagtäglich mit ihrem Nonsens das Leben erklären wollen.
Narzissmus bedeutet nicht Stolz oder ein wenig Selbstverliebtheit. Wahre Könner und selbstbewusste Menschen leiden nicht unter einem gesteigerten Selbstwertgefühl. Sie achten Leistungen Ihrer Mitmenschen ohne Neid. Eben doch wie es in der Bibel steht: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. Ein Narzisst hat ausschliesslich eine ausgeprägte Inkompetenz-Kompensations-Kompetenz.
@Walter Sahli: Ihre Antwort hat mich zum Schmunzeln gebracht - Ironie pur! Es erstaunt mich aber doch, dass die Frage nach dem Unterschied zwischen Selbstbewusstsein und Narzissmus so interessiert. Das Geheimnis kennt Roger Federer auf jeden Fall und er demonstriert ein starkes Selbstbewusstsein ohne jeglichen Narzissmus eindrucksvoll und sehr eloquent.
Soeben lese ich: Die Narzisten sind die erfolgreicheren. Das mag wohl sein. Aber auf wessen Kosten sind sie es? "An ihren Fruechten werdet ihr sie erkennen", heisst es. Fruechte vom Baum der Narzisten: 1. Sie draengen sich vor, beschaeftigen alle. Zu kurz kommen die wirklich Armen. 2. Entsolidarisierung, 2-fach: a)Sie sind unsolidarisch, b) wer solidarisch ist, fasst sich an den Kopf und hoert auf
Einige negative Kommentare stammen von Leuten, die offenbar entweder selber an narzisstischen Störungen leiden oder dann aber ganz einfach nicht begriffen haben, worum es eigentlich geht ("mieser Artikel", usw.) @A. Burky: Tatsache ist, dass ausgeprägter Narzissmus in unserer Gesellschaft oft "gut ankommt" - nicht, obwohl er "psychiatrische Dimensionen" erreicht, sondern eben gerade w e i l ..
Narzissten sind schwer therapierbar weil sie, falls man Ihnen auf den den Zahn fühlt, sofort den Therapeuten wechseln. Da heute materieller Erfolg gleich gesetzt wird mit der inneren Entwicklung liegt es auf der Hand wo die meisten N. zu finden sind. und das wir von einer Horde von zur Selbskritik unfähigen N. in die Finanzkrise geritten wurden, kann uns ja aufhorchen lassen.
Spannend zu lesen. Was ich nicht verstehe: Wenn ein davon Betroffener befragt wird, ob er sich an Symptome seines Leidens erinnern kann. Also ganzer 2 Abschnitt unter Zwischentitel "schockierende Daten".
Die Exzesse in TV-"Talent-Shows" wie in der Finanzwelt sind auf einen erhöhten Narzissten-Anteil zurückzuführen. Wer etwas gut kann und es nicht gross herausposaunt, gilt heute als Loser (v.a. auf dem Arbeitsmarkt). Jemand der nichts besonders gut kann, dies aber gut verkauft, ist der Gewinner.
@Peter Pan...:): Ich glaube Ihnen nicht, wenn Sie sagen, dass die Narzissten in Ihrem Umfeld erfolgreicher in der Beziehung sind, denn Narzissten sind weitgehend beziehungsunfähig. Sie können sich nicht in die Gefühlswelt von anderen hineinversetzen. Klar sind sie 1. Klasse, wenn's ums Abschleppen und Verführen geht, da sie gute Selbstdarsteller sind. Doch danach ist dann schnell mal fertig lustig
Wenn ich meinen gesamten Bekanntenkreis in die beiden Töpfe "Narzist" und "nicht-Narzist" stecken müsste., dann sind die "Narzisten" die Erfolgreichen in Leben, Beruf und Liebe. Weshalb ich dieses Statement «Finger weg von einem narzisstischen Menschen!» überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist in diesem miesen Artikel ja auch nicht wirklich argumentiert.
@ Ron Robertson: Meiner Meinung nach gibts schon ein Unterschied. Narzissten haben zwar ein Selbstwertgefühl, schauen aber auf andere nieder.. während normale Leute mit Selbstwertgefühl andere Menschen in allem respektieren (vgl. Roger Federer). Das ist keine Frage, welchen Psychologen man gerade vor sich hat, wie Walter Sahli es meint...
Von gestandenen Psychiatern weiss man, es gibt kaum etwas Intriganteres, Gefährlicheres und Perfideres als jemanden, der unter der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung leidet. Ich bitte zu bedenken, dass es bei dieser Störung nicht einfach bloss um "Eitelkeit", um "Selbstverliebtheit" geht! Und wenn dies, wie es oben heisst, "in der Gesellschaft gut ankommt", dann viel Vergnügen.
Man muss nicht gleich für jede Diskussion die Bibel zu Rate ziehen. Spannend finde ich persönlich den Aspekt, welche Eltern aus der oberen Mittelschicht schon ein 'normales Kind' haben. Ein Phänomen, das sich fast auf jeder Schulstufe erkennen lässt. Anstatt 'leistungsschwach' werden häufig die Prädikate 'unterfordert' und 'hochbegabt' verliehen. Zeichen der Zeit? Elterlicher Gen-Narzissmus?
Ich bin immer noch ein "Fan" von Jim Morrison und den DOORS. Aber ohne den ruhig, vernuenftigen Ray Manzarek haette es The DOORS nie gegeben ...
Alle Menschen und Tiere sind einzigartig - ohne besser als die Anderen zu sein! Ich schaue gerne einem Ronaldo, Messi beim spielen zu. Was sie privat sonst noch machen, dass interessiert mich nicht! Erwähnen sollte man ebenfalls, dass unsere Gesellschaft sie rasch zu "Göttern" macht - aber auch sehr schnell vom "Sockel" herunterreisst und sie zu Losern abstempelt. Beispiele dafür gibt es genug.
Ich ziehe die "alternativen Werke" Voltaire, Diderot, Schopenhauer, Popper der "Frankfurter Schule" vor ...
Ich bezweifle, ob Nar(r)zissmus, besonders wenn er "psychiatrische Dimensionen" erreicht, bei der Gesellschaft wirklich so gut ankommt ...
Das Ziel unserer patriarchalen Dominanzgesellschaft: kleine narzistische Hitlers zu züchten, die für ein wenig Bewunderung ohne mit der Wimper zu zucken, Ihresgleichen, Tiere, Plflanzen, Natur, ganze Völker und die Welt ausrotten.... Die Vermittlung und Schulung von Gefühl. Emotion, Mitgefühl und Bezogenheit ist gänzlich aus unserem Bildungssystem verschwunden. Und wir alle machen fleissig mit....
@Max Affolter: Die Grundlage unserer Werte ist die Bibel?! Sind Ihre Werte auch meine Werte? Werte sind doch dynamisch und die Resultate von Aushandlung in der Gesellschaft und nicht zeitlos a priori von Gott gegeben. Oder haben Sie noch dieselben Werte wie ihre Grosseltern oder wie im Mittelalter? Lesen Sie mal als Alternative Werke von Platon, Habermas, Luhmann, Adorno, Horkheimer,...
Den Bezug zur Bibel habe ich ironisch gemeint. Narzissmus wurdet in der griechischen Mythologie dargestellt. Meiner Meinung nach war der Narzissmus schon damals weit verbreitet sonst macht diese Geschichte keinen Sinn. Eigentlich sollte man "Narrzismus" schreiben und nicht Narzismus.
Wenn ich so Fussball spielen könnte wie Ch. Ronaldo wäre ich auch in mich und meine Künste verliebt.
"Prestige ist ihnen wichtiger als das Interesse des Unternehmens. Gilt übrigens auch für etliche Politiker und ihren Umgang mit den wesentlichen Anliegen des Vaterlandes. Der Narzisst macht nichts um der Sache willen, er macht alles nur um der Bewunderung willen". usw. Bücher lesen und sich mit Psychologie bfassen, zwecks auch Selbsterkenntnis. Geht aber nicht so schnell von heute auf morgen...
@R.Robertson: die Antwort auf die Frage, ob starkes Selbstbewusstsein schon Narzissmus ist, hängt davon ab, welchem Psychologen Sie die Frage stellen...
@M.G.: die Bibel sagt, dass wir am 6. Tag geschaffen wurde, als letzte (und beste?) zwar, aber dann fokussiert der Bericht auf den 7. Tag und Gott und relativiert die Stellung des Menschen schon ziemlich. Dann kommt der Sündenfall und damit ist dann durch die ganze Bibel Schluss mit einer narzisstischen Idealisierung des Menschen. Bloss Geschichten? Nein, von da kommt die Basis unserer Werte.
Was ist denn der Unterschied zwischen einem starken Selbstwertgefühl (Selbstbewusstsein) und Narzissmus? Ist ein Narzisst ein Egoist? Blick ich nicht ganz durch...
@ Walter Mehl: sehr tiefgreifende Analyse, gratulation... @Heinz Butz: ich bin mit Ihnen total einverstanden. Man kriegt was man verdient, oder anders: man erntet was man säht. Ich verstehe einfach nicht, warum sich kein Gegentrend entwickelt. Wir (Konsumenten) hätten es ja in der Hand gewisse Produkte (auch Personen) nicht mehr zu "konsumieren". Power to the people...
@ martin reifler: das thema ist ja wie beschrieben aktueller denn je. über narzissmus publizierende jetzt des narzissmus bezeichnen ist schlicht absurd. ich glaube, dass eine mulitoptionsgesellschaft und die fortschreitende pluralisierung den keim des narzissmus schon in sich trägt. wir werden ja in userer demokratischen gesellschaft von klein auf zu einem individuellen lebenslauf gezwungen.
Anspruchsdenken und der Glaube an die Einzigartigkeit sind besser als das Gegenteil. Arroganz muss man sich "erarbeiten", wie das Christiano Ronaldo getan hat. Das Verhältnis der "Ronaldos" im Verhältnis zu den Neidverwaltern ist leider einseitig. Die Medienprodukte auf deren Suche nach den "Besten" sind so zahl- wie erfolgreich und zeigen wie sehr sich unsere Gesellschaft langweilt. Auf zur Tat!
Die Bibel sagt: Wir sind die Krone der Schöpfung. Geschaffen nach Gottes Ebenbild, um über die Tiere und die Natur zu herrschen.Darwin sagt: Wir sind die Krone der Evolution. Durch unsere Intelligenz und Stärke, sind wir den anderen Lebewesen überlegen. Gibt es auch eine Version in der wir nicht die Besten sind?
"Diese Tyrannei der sabbernden Infantilität verbindet sich mit einem grassierenden Narzißmus, der die äußere Realität der Welt vorwiegend als Spiegelung des eigenen Selbst wahrnimmt. Statt die konfliktreiche Auseinandersetzung mit der komplexen Wirklichkeit zu riskieren, geraten immer mehr Menschen in die narzißtische Falle einer Scheinwelt". (Mentalpsychologie-netz)
Die heutige Gesellschaft züchtet und fördert den Narzismus. TV sucht den Superstar, Miss- und Misterwahlen, wöchentliche Awards für Sprtler, Schauspieler und Berufsleute. Nur wer immer wieder betont, dass er der Beste ist und damit besser als seine Konkurrenz wird Erfolg haben. Das ist leider so und im Moment sehe ich keine Gegenstömung wie Dienst an der Allgemeinheit, die wird sogar verspottet.
@majo naef was in der Bibel steht ist irrelevant... Erfundene Geschichten mit Wissenschaft zu kreuzen ist nicht praktikabel.
@majo naef: Ich glaube, Sie haben hier etwas gründlich missverstanden: "liebe deinen Nächsten wie dich selbst" soll bedeuten, dass man seine Mitmenschen gleich lieben soll wie das eigene Ich. Also das pure Gegenteil von Narzissmus.
Diejenigen, die jetzt den Narzissmus neu entdecken (aufwärmen) u.grandiose Bücher darüber schreiben, sollten vielleicht mal selbstkritisch fragen: wie narzisstisch bin ich, warum mache ich mich so wichtig mit diesem Thema? "Zeitalter des Narzismuss", v.Chr.Lasch 1985 erschienen! - liebe narz.Autoren von heute, das Buch kennt ihr bestens, aber lieber selber im Licht stehen, nicht wahr? Grandios
Ein normales Resultat der konsequent materialistisch orientierten Leistungsgesellschaft. Das ist nichts als die Verkörperung (im wahrsten Sinne) unserer Werte, ein gezüchtetes Problem. Leider sind Narzissten auch unempathisch und haben weniger Frustrationstoleranz und darum sind sie u.a. gewalttätiger, süchtiger und psych. labiler als gesunde
die Psychologen verbreiten doch die These - nur wer sich selbst liebt wird von andern geliebt! Oder die Bibel - liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
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