Heiraten, Kinderkriegen: Grosse Entscheide fallen am Strand
Denn in den Ferien diskutieren sie über ihre berufliche Karriere, über die Gründung einer Familie oder über die eigene Gesundheit. Eine vom Reiseanbieter Kuoni in Auftrag gegebene Studie hat zudem auch gezeigt, dass in den Ferien oft bedeutende Entscheide getroffen werden.
Denn die ernsten Themen, die in den Ferien besprochen werden, führen auch zu Taten im Alltag. So hat knapp die Hälfte derjenigen, die in den Ferien über das Zusammenziehen mit dem Partner gesprochen haben, dies auch getan.
Ähnlich hoch ist die Quote auch bei denjenigen, die eine Hochzeit angesprochen haben. Rund vier von zehn, die in den Ferien über die Familiengründung oder ein weiteres Kind nachgedacht haben, haben ihren Vorsatz danach auch umgesetzt. Oder aber sie haben gerade in den Ferien damit begonnen.
Beziehungen sind auf dem Prüfstand
Denn 37 Prozent der über 1000 Befragten gaben auch an, in ihren Ferien mit dem Partner über eine Auffrischung ihres Liebesleben gesprochen zu haben. Allerdings befinden sich die Beziehungen während den Ferien auch auf dem Prüfstand. So gaben drei Viertel der Befragten an, dass Ferien eine Beziehung voranbringen oder aber auch zerstören können.
Gemäss des am Freitag veröffentlichten Kuoni-Ferienreports hat jeder Zehnte in den Ferien schon einmal eine Beziehung beendet. Und dies, obwohl in der Ferne ja eigentlich nicht gestritten wird. Die Umfrage hat nämlich ergeben, dass nur 13 Prozent die Ferien als den richtigen Zeitpunkt für Gespräche über negative Themen erachtet. Und nur 4 Prozent gab an, in den Ferien mehr zu streiten als zu Hause.
Handy kommt mit
Wirklich von zu Hause losreissen können sich aber ohnehin nicht alle: Jeder Dritte gab in der Umfrage an, das Telefon auch in die Ferien mitzunehmen. Jeder Fünfte ertappte sich zudem dabei, wie er während den Ferien die Sportergebnisse oder andere Nachrichten per Handy abfragte.
Auf Facebook und andere Social-Network-Seiten wird allerdings verzichtet: Nur 8 Prozent gab in der Umfrage an, sich auch in den Ferien mit solchen Seiten zu befassen. Vielleicht ist Facebook und ähnliches in den Ferien aber auch weniger interessant, weil sie auch gute Möglichkeiten sind, neue Kontakte zu knüpfen.
So hatten 45 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer schon einemal eine Ferienliebe oder einen Ferienflirt. Und bei jedem Sechsten wurde aus dem Ferienflirt sogar etwas Dauerhafteres. (tan/sda)
Erstellt: 29.01.2010, 16:17 Uhr
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