John Travoltas Sohn ist nicht der Einzige
Aktualisiert am 12.01.2009 5 Kommentare
Autistisches Kind bei einer magnettechnischen Untersuchung. (Bild: Keystone)
Seit 1990 ist die Zahl der an Autismus erkrankten Kinder in Kalifornien sprunghaft um das sieben- bis achtfache angestiegen, wie eine Studie in der Fachzeitschrift «Epidemiology» berichtet. Den Anstieg können sich die Autoren nicht erklären. Bei den Ursachen von Autismus tappt die Fachwelt nach wie vor im Dunkeln. Ein Ende der Epidemie sei nicht in Sicht.
Bei den 6-Jährigen lag die Häufigkeit von Autismus 1990 unter 9 Fällen pro 10'000 Kinder. Zehn Jahre später war diese Zahl auf über 44 Fälle angestiegen. Skeptiker führten den drastischen Anstieg zurück auf die Zuwanderung, die Einschliessung von milden Formen von Autismus und auf eine frühere Diagnose. Diese Faktoren berücksichtigten die Forscher aber in ihrer Studie und schlossen nur Kinder ein, welche in Kalifornien geboren waren. Milde Formen von Autismus waren für weniger als ein Zehntel, ein junges Diagnosealter für weniger als ein Zwanzigstel des Anstiegs verantwortlich.
Mehr Gelder für die Autismus-Forschung
Aufgrund der Studienresultate fordern die Autoren eine Umverteilung der Gelder in der Autismus-Forschung. Heute würde zehn- bis zwanzigmal mehr in die genetische Ursachenforschung investiert und Umweltfaktoren wie Chemikalien und infektiöse Mikroben stark vernachlässigt.
Eine weitere Studie in Rom fand heraus, dass sich im Speichel von autistischen Kindern veränderte Eiweisse befinden, die zur Entwicklung eines Schnelltests genutzt werden könnten. Vermutlich seien auch andere Eiweisse verändert, etwa solche an Schlüsselstellen des zentralen Nervensystems.
(vbu/Tages-Anzeiger)
Erstellt: 12.01.2009, 22:46 Uhr
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5 Kommentare
Bravo Herr Roediger! Wenn man denkt was viele Amerikaner in sich stopfen, muss man sich ja nicht wundern, dass sie krank werden. Dagegen sind wir ja fast noch heilig. Nebst Mikroben und Giften wären noch Strahlungen zu beachten (Stichwort Handy, AKW) und das Freizeitverhalten (gamen statt bewegen)... Aber das ist natürlich wesentlich komplizierter als ein paar Gentests... Antworten
mann will die Zuwanderung für schuldig erklären? na bitte, so können Herr und Frau Californien ja beruigt zu Bett gehen... Naja, wieso auch.. eine kleine Weisse Briese und dann kann man die nacht ja durcharbeiten, oder feiern.... Ja schon gut.. klingt ja Hart, aber der Drogenaspekt sollte man nicht ausser betracht ziehen die in diesem Staat herscht, zuwanderungen etc gibt es auf der ganzen Welt.. Antworten
Bei all den sog. unbedenklichen Zusatzstoffen mit denen wird täglich bei der Nahrungsaufnahme beglückt werden; ob wir das wollen oder nicht; ist es kaum verwunderlich, dass immer mehr Menschen auf die eine oder andere Weise krank werden. Kinder sind am meisten belastet, da sie noch nicht über ein intaktes Imunsystem verfügen. Beispiele dazu gibt's genügend. Antworten


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Bruno Waldvogel
Der Tod des Jungen ist furchtbar traurig. Jett ist systematisch von der Öffentlichkeit abgeschirmt worden (im Gegensatz zu seiner bildhübschen Schwester). Aber vermutlich nicht um ihn vor der Neugier der Öffentlichkeit zu schützen, sondern weil er in die menschenverachtende Praxis von Scientology nicht hineinpasste. http://www.ilsehruby.at/kindertrost.html Trotz allem mein herzliches Beileid! Antworten