Mit Beschneidung gegen HIV-Infektionen

Aktualisiert am 20.07.2010

Die Vereinten Nationen und zahlreiche Experten haben am Dienstag dazu aufgerufen, männliche Beschneidung in Ost- und Südafrika weiter voranzutreiben.

Studien zeigen laut den Fachleuten, dass dieser Eingriff das Risiko einer HIV-Infizierung bei heterosexuellen Männern um 60 Prozent verringern kann. «Es gibt genügend Beweise dafür, dass die Methode wirksam ist», sagte David Okello von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Weltaidskonferenz in Wien. Gleichzeitig warnte er davor, die «Zirkumzision» als Alternative zum Kondom anzusehen: «Natürlich ist diese Methode kein ‹natürliches Kondom›, sondern muss mit anderen Präventionsmassnahmen kombiniert werden.»

Krishna Jafa von der Organisation «Population Services International» (PSI) rechnete vor, dass bis 2025 vier Millionen Neuinfizierungen verhindert werden könnten, wenn bis 2015 80 Prozent der neugeborenen Jungen und erwachsenen Männer in Sub-Sahara-Afrika beschnitten werden. Gleichzeitig würde dies in den betreffenden Ländern insgesamt Kosten in Höhe von rund 20 Milliarden Dollar einsparen. Vor allem in Kenia, Uganda, Swaziland und Sambia werde die Präventionsmethode bereits vorangetrieben, hiess es. (raa/sda)

Erstellt: 20.07.2010, 17:11 Uhr

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