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Pneumokokkenerkrankungen erreichten 2008 Rekordstand

Im Jahr 2008 sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) 1065 sichere oder wahrscheinliche invasive Pneumokokkenerkrankungen (IPE), wie etwa Lungenentzündungen, gemeldet worden. Viele der untersuchten Proben waren gegen Antibiotika resistent.

Gegenüber dem Vorjahr bedeutete dies eine Zunahme um 2,4 Prozent auf den höchsten je verzeichneten Stand, wie das BAG am Montag in seinem neusten «Bulletin» berichtet. Die IPE verlief in 109 Fällen oder 10,2 Prozent tödlich. 77 Prozent der Todesfälle entfielen auf die Altersgruppe der über 64-Jährigen, während bei Kindern keine Todesfälle verzeichnet wurden. 167 der 1074 untersuchten Proben waren gegen eines der vier getesteten Antibiotika resistent, 76 Proben gegen zwei und 25 Proben gegen drei getestete Antibiotika.

Pneumokokken sind Bakterien, die schwere Infektionen wie Lungenentzündungen verursachen. IPE sind in der Schweiz seit März 1999 meldepflichtig. Seit November 2005 wird Kindern im Alter von zwei, vier und zwölf bis 15 Monaten eine Pneumokokkenimpfung empfohlen. (mt/ddp)

Erstellt: 01.03.2010, 11:53 Uhr

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