Rätselhafte «Kopfnicker-Krankheit» in Uganda
Vor allem Minderjährige betroffen: Einwohner eines Dorfes in Nord-Uganda halten eine Versammlung ab, um auf die «Kopfnicker-Krankheit» hinzuweisen. (Bild: Daily Monitor, Moses Akena)
Artikel zum Thema
- Jetzt spricht des Schlächters Koch
- Ugandischer Präsident macht Hip-Hop
- «Hängt sie auf»: Hetzjagd auf Schwule in Uganda
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Ärzte und Regierungsbeamte konnten bisher weder die Ursache noch die Art der Ansteckung klären, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Bei den Erkrankten handelt es sich den Angaben zufolge hauptsächlich um Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 15 Jahren, die im Norden Ugandas leben.
In den vergangenen zwei Jahren seien bereits 60 Menschen an der seltsamen Krankheit gestorben, berichtete die Zeitung «Daily Monitor». Die Hände der Patienten zitterten ständig, der Kopf beginne zu nicken und schliesslich fielen die Betroffenen in Ohnmacht.
Giftige Substanzen werden verdächtigt
Ministeriumssprecherin Rukia Nakamatte sagte der Nachrichtenagentur dpa, es würden nun eingehende Untersuchungen eingeleitet. Kommende Woche sollen die Ergebnisse veröffentlicht werden.
Es wird nicht ausgeschlossen, dass das Leiden auf giftige Substanzen zurückzuführen ist, mit denen die Rebellen der «Widerstandsarmee des Herrn» (Lord's Resistance Army) die Regierung in Kampala bekämpft haben könnten.
Die Gruppe hatte in ihrem blutigen Kampf seit 1987 zehntausende Menschen getötet, vergewaltigt, verstümmelt und gefoltert. Die LRA kämpfte in Norduganda ein Vierteljahrhundert lang für einen christlichen Gottesstaat. (mpl/sda)
Erstellt: 12.01.2012, 21:07 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:

Bitte warten





