Wirken Schockbilder auf Zigarettenpackungen?

Aktualisiert am 24.05.2009 14 Kommentare

Im Kampf gegen die Folgen des Rauchens haben sich deutsche Krebsforscher für Schockbilder auf Zigarettenschachteln ausgesprochen.

Rauchen kann zu Zahnausfall führen.

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Rauchen kann zu Lungenkrebs führen.

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Ein neuer wissenschaftlicher Report belege die Wirksamkeit solcher Fotos, schrieb der Vorstandschef des Deutschen Krebsforschungszentrums, Otmar Wiestler, in einem Beitrag für die «tageszeitung». Mit den Erkenntnissen wolle er in dieser Woche an die Öffentlichkeit gehen.

Die SPD-Politikerin Carola Reimann verlangte in der Zeitung, das Thema gehöre auf die Tagesordnung. Die Folgen des Rauchens müssten klar bekannt gemacht werden. «Schaden werden diese Bilder niemandem ausser der Tabakindustrie. Das ist zu verschmerzen», wurde die Bundestagsabgeordnete zitiert. Die Grünen-Politikerin Ulrike Höfken, sagte: «Die Frage des Schutzes vor Nikotin muss einfach neu aufgerollt werden.»

Union lehnt Bilder ab

Schockbilder wie von Tumoren oder Raucherlungen sind schon in vielen Ländern vorgeschrieben. Auch in Deutschland wurde darüber bereits diskutiert, doch eine Entscheidung wurde in die Zeit nach der Bundestagswahl verschoben. Die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing sagte dazu im März, man wolle eine weitere Studie zur Wirkung der Fotos abwarten. Das Krebsforschungszentrum betonte schon damals, dass die Abschreckungswirkung der Bilder auf Raucher eindeutig belegt sei.

Während die SPD und das Gesundheitsministerium schon 2007 Sympathie für die Massnahme bekundeten, lehnte die Union sie ab. Die EU riet den Mitgliedstaaten schon im Jahr 2004, die schockierenden Bilder von Geschwüren oder faulenden Zähnen auf Zigarettenschachteln als Mittel zur Gesundheitsvorsorge zu nutzen.

Auch in der Schweiz kommen die Schockbilder zum Einsatz

Die Schweiz führte dieselbe Debatte vor zwei Jahren. Eine diesjährige Umfrage aus dem Tabakmonitoring des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) hat gezeigt, dass die obligatorischen Warnhinweise, die seit bald drei Jahren jedes Zigarettenpäckli zieren, nur von 38 Prozent der Raucher häufig oder immer gelesen wird. Daher sollen die Warnungen ab 2010 mit Bildern sowie einem Hinweis auf das Rauchstopptelefon ergänzt werden, was die Aufmerksamkeit erhöhen soll. (mbr/ap)

Erstellt: 24.05.2009, 14:28 Uhr

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14 Kommentare

Ronnie König

25.05.2009, 10:29 Uhr
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Warum geht es nur um Raucherlungen? Grubenarbeiter, Asbestlungen, Feinstaublungen usw sind praktisch nie ein Thema. Die Hexenjagd bleibt uns erhalten, der Geist ist wohl im Mittelalter stecken geblieben. Die modernen Zauberer in weiss nutzen dies geschickt. Und sektenhafte Organisationen auch. Hauptsache das Opfer ist schwach. Antworten


Sam Pirelli

25.05.2009, 09:11 Uhr
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Passivrauchschutz in Ehren, aber: Wir Raucher kosten die KK aufgrund der freiwillig verkürzten Lebenserwartung über ein Viertel weniger als Nichtraucher, von den Auswirkungen auf KK und PK ganz zu schweigen. Weshalb also die "Schockbildli"? Wir tun, wenn nicht uns, so doch der Gesellschaft viel Gutes. Weshalb wird das im Tagi nie erwähnt? Antworten



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