Zweifel an der Müesli-Theorie
US-Statistiker bezweifeln die Aussagekraft einer Studie, laut der durch die kalorienbewusste Ernährung vieler Frauen in den Industrieländern immer weniger Jungen zur Welt kommen sollen. Diese Beobachtung beruhe auf statistischem Zufall.
Das schreiben Stanley Young vom US-Institut für statistische Wissenschaften und Kollegen in den «Proceedings of the Royal Society B». Dort war im vergangenen April auch die nun kritisierte Untersuchung erschienen.
Forscher der Universitäten Exeter und Oxford hatten darin das Essverhalten von 740 Frauen vor ihrer Schwangerschaft untersucht und waren zu dem Schluss gekommen, dass mit den Kalorien auch die Wahrscheinlichkeit auf einen Jungen steigt. Das gelte vor allem für ein kräftiges Müesli zum Frühstück.
Weniger Kalorien, weniger Buben
Die Studie könne dabei helfen zu erklären, warum in den entwickelten Ländern, in denen sich viele Frauen kalorienarm ernähren, die Zahl der Jungen sinke, schrieben Fiona Mathews und ihre Kollegen damals. Eine Begründung für diesen möglichen Zusammenhang konnten sie allerdings nicht anbieten.
In der Studie sei in zwei Abschnitten jeweils der Verzehr von 132 verschiedenen Lebensmittel untersucht worden. Das bedeute 264 statistische Tests. Ohne Korrektur für diese Mehrfachtests seien dabei 13 falsch positive Ergebnisse zu erwarten. Genau dies sei in der kritisierten Arbeit geschehen, schreiben Young und Kollegen. (rol/sda)
Erstellt: 14.01.2009, 15:44 Uhr









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