Ärzte warnen: Holzpellets können toxisch wirken

Aktualisiert am 12.01.2009

Ärzte des Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrums (Tox-Zentrum) warnen vor der Vergiftungsgefahr durch Holzpellets.

Ärzte empfehlen: Holzpelletcontainer vom Wohn- oder Arbeitsraum gasdicht abgeschlossen halten.

Ärzte empfehlen: Holzpelletcontainer vom Wohn- oder Arbeitsraum gasdicht abgeschlossen halten. (Bild: Keystone)

Holzpellet-Silos sollen demnach nicht ohne vorheriges Lüften betreten werden, wie das Tox-Zentrum am Montag empfahl. In grossen, nicht gut gelüfteten Vorratsbehältern könne sich das giftige Gas Kohlenmonoxid ansammeln, hiess es. Dieses entstehe nicht nur bei defekten Heizanlagen, sondern auch durch die Pellets selbst. Das geruchlose Gas könne tödliche Vergiftungen hervorrufen. Für die Menge des entstehenden Kohlenmonoxides spiele das Volumen der gelagerten Pellets und die Lagertemperatur eine entscheidende Rolle.

Die Ärzte des Tox-Zentrums empfehlen Holzpelletcontainer vom Wohn- oder Arbeitsraum gasdicht abgeschlossen zu halten. Dringend davor gewarnt wird, ohne vorheriges Auslüften solche Container zu betreten.

Erst am vergangenen Montag mussten, wie berichtet, zwei Personen wegen einer Störung einer Holzpellet-Heizanlage im solothurnischen Riedholz im Spital behandelt worden. Die beiden hatten beim betreten eines Siloraums Kohlenmonoxid eingeatmet, das durch eine Rückverbrennung entstanden war. (mbr/ap)

Erstellt: 12.01.2009, 10:46 Uhr

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