Die bedrohten Inselparadiese
Welche Gebiete überflutet werden
Artikel zum Thema
Für die Inselstaaten im Pazifik und im Indischen Ozean hat die Klimaerwärmung verheerende Folgen: Bis 2100 könnte der Meeresspiegel um 1,9 Meter ansteigen, wie eine Studie zeigt. Viele Inseln, auf denen heute Hunderttausende Menschen leben, würden damit im Meer versinken.
Die Hilfsorganisation Oxfam schreibt, dass in den nächsten Jahrzehnten im schlimmsten Fall 75 Millionen Menschen im asiatischen Pazifikraum ihre Heimat verlassen müssten. Besonders betroffen ist das Ferienparadies Malediven: Die 1200 Inseln liegen im Schnitt nur etwa zwei Meter über dem Meeresspiegel.
Inselgruppen bitten Industriestaaten
Auf der Weltklimakonferenz in Kopenhagen war letzte Woche der pazifische Inselstaat Tuvala mit einem Antrag gescheitert, die globale Erwärmung auf maximal 1,5 Prozent zu begrenzen. «Das ist eine Sache des Überlebens», sagte der Delegierte von Tuvalu, Ian Fry, im Namen anderer Inselgruppen, die bei einer weiteren globalen Erwärmung von Überflutung bedroht sind. «Wir haben keine Zeit mehr für eine weitere Verschleppung», sagte er. Die Industriestaaten haben sich auf einen Anstieg von 2 Prozent verständigt, bezogen auf die Messwerte vor der Industrialisierung.
Der Antrag von Tuvalu wurde unter anderem von Grenada und den Solomonen unterstützt. Das ölreiche Saudiarabien stellte sich jedoch entschieden dagegen, ebenso die aufstrebenden Wirtschaftsmächte China und Indien. Die Delegationen aus den reichen Industriestaaten meldeten sich nicht zu Wort. (cha/ap)
Erstellt: 15.12.2009, 15:15 Uhr










Die Welt in Bildern






























