Ein Ozonloch, fünfmal so gross wie Deutschland

Über dem Nordpol ist die Ozonschicht aufgrund ungewöhnlicher Kälte stark zurückgegangen. Wissenschaftler sind beunruhigt.

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Ein riesiges Ozonloch über der Arktis beunruhigt Wissenschaftler weltweit. Erstmals sei die Ozonschicht so weit zurückgegangen, dass von einem Ozonloch am Nordpol gesprochen werden könne, heisst es in einer am Sonntag im britischen Wissenschaftsmagazin «Nature» veröffentlichten Studie.

Das Loch von der fünffachen Grösse Deutschlands habe sich aufgrund ungewöhnlicher Kälte am Nordpol gebildet und sei binnen zwei Wochen über Osteuropa, Russland und die Mongolei hinweggezogen. Dabei seien Menschen bisweilen hohen Strahlungen von ultraviolettem Licht ausgesetzt gewesen.

Gefahr für Pflanzen und Tiere

Ein Ozonloch über der nördlichen Polkappe könnte so wie im Süden der Erdkugel auch in der nördlichen Erdhälfte Gefahren für Pflanzen und Tiere bedeuten. Das Ozon absorbiert in der Stratosphäre das ultraviolette Licht.

Der Mangel an Ozon, der durch freigesetzte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), aber vor allem durch extreme Kälte hervorgerufen wird, setzt alle Lebewesen auf der Erde verstärkt dem ultravioletten Licht aus und führt beim Menschen zu Hautkrebs. Insgesamt ist der Rückgang der Ozonschicht über dem Südpol grösser als in der Arktis, weil dort die Temperaturen sehr viel niedriger sind. (miw/sda)

Erstellt: 02.10.2011, 22:52 Uhr

Ozonloch über dem Nordpol, aufgenommen im März: Die Karte zeigt die Ozonkonzentration (rot: hoch, grau/violett: tief) (Bild: AFP )

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