Klimawandel wird 375 Millionen in Gefahr bringen

Aktualisiert am 21.04.2009 6 Kommentare

Extreme Trockenheit, Unwetter und Überschwemmungen: Der Klimawandel bedroht laut einer neuen Studie in den kommenden sechs Jahren bis zu 375 Millionen Menschen in ihrer Existenz.

Die Hilfsorganisation Oxfam geht in einem heute vorgestellten Bericht davon aus, dass die Zahl der von den Folgen des Klimawandels massiv Betroffenen bis 2015 um rund 54 Prozent steigen wird. Einen Tag vor dem Treffen der Umweltminister der G-8-Staaten warnte Oxfam deswegen vor einer Überforderung der Not- und Katastrophenhilfe.

Wenig Hoffnung auf rasche Fortschritte

Fortschritte im internationalen Verhandlungsmarathon für ein neues Uno-Klimaschutzabkommen sind laut Oxfam bei dem Staatstreffen im italienischen Syrakus nicht zu erwarten. «Die Verantwortung für den Klimawandel liegt hauptsächlich bei den reichen Ländern, allen voran den G-8-Staaten», sagte Jan Kowalzig, Klimaexperte bei Oxfam Deutschland. Die Klimaschutzziele dieser Länder seien aber völlig unzureichend.

Die internationale Not- und Katastrophenhilfe müsse weltweit neu ausgerichtet werden, heisst es in dem Oxfam-Bericht «The Right to Survive» weiter. «Das internationale System reagiert viel zu langsam und oft nur unzureichend», sagte Robert Lindner, Koordinator für humanitäre Kampagnen bei Oxfam. Der sich verschärfende Klimawandel werde es noch weiter überfordern.

Mehr Geld für Katastrophenhilfe verlangt

Die Forderung der Hilfsorganisation: Die Not- und Katastrophenhilfe soll von jährlich 14,2 Milliarden Dollar im Jahr 2006 auf mindestens 41 Milliarden Dollar im Jahr 2015 steigen. Neben den Geberländern trügen auch die Regierungen von Entwicklungsländern Verantwortung. Der Bericht nennt als positive Beispiele Kuba und Bangladesch, die trotz Armut massiv in die Katastrophenvorsorge investierten. (raa/ap)

Erstellt: 21.04.2009, 16:53 Uhr

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6 Kommentare

Matthias von Rode

21.04.2009, 18:00 Uhr
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Wenn die Weltbevölkerung weiter exponentiell zunimmt und so konzentriert angesiedelt ist, wird dies gemäss Adam Riese zu Problemen führen-keine Frage. Klimawandel (welcher nicht stattfindet) hat dabei keinen Einfluss auf diese zukünftige Entwicklung, auch wenn gewisse politische Kreise dies uns so glauben machen wollen. Ich sage es nochmals: Im Jahr 2019 wird alles genau gleich sein wie heute. Antworten


Max Wartenberg

22.04.2009, 10:01 Uhr
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«Die Verantwortung für den Klimawandel liegt hauptsächlich bei den reichen Ländern, allen voran den G-8-Staaten». Das war einmal! Ich staune, dass Oxfam-Experten Länder wie China, etc. nicht zur Verantwortung ermahnen. Anstatt nur Geld zu sammeln, sollte Oxfam vom Klima bedrohte Länder beraten, damit sie im Eigenintresse handeln wie Kuba. Aber eben, sowas ist härtere Arbeit als Geld beantragen. Antworten



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