Klimawandel zwingt Zugvögel zu immer längeren Reisen

Forscher nehmen an, dass manche Vögel im Jahr 2100 bis zu 400 Kilometer weiter fliegen als bisher, weil sich durch die Erwärmung ihre Brutquartiere nach Nordeuropa verschieben.

«Beeindruckende Reise»: Zugvögel.

«Beeindruckende Reise»: Zugvögel. (Bild: Keystone)

Dadurch seien manche Vögel ernsthaft bedroht, schreiben die Forscher um Stephen Willis von der Universität Durham im «Journal of Biogeography». Rund eine halbe Milliarde Vögel aus Afrika machen sich jedes Frühjahr auf der Suche nach Nahrung und geeigneten Brutplätzen auf den Weg nach Europa und Asien.

Die Vögel müssen viel Gewicht zulegen, um die Reise zu überstehen. Am schwersten von der verlängerten Reise sind Vögel betroffen, die die Sahara überqueren müssen, weil sich ihre Winterquartiere in Afrika nicht verschieben werden.

«Diese kleinen Vögel machen eine beeindruckende Reise, bei der sie bis an die Grenze ihrer Ausdauer gehen», sagte der Cambridger Professor Rhys Green. Alles, was diese Reisen verlängere «kann den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.» (sam/sda)

Erstellt: 14.04.2009, 15:54 Uhr

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