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Weshalb sich die Ozonschicht erholt hat

Die Klimaschützer erhalten neuen Aufwind: Ein Forscherteam der ETH Zürich soll endgültig bewiesen haben, dass menschlich verursachte chemische Substanzen Ozonlöcher verursachen und vergrössern.

Wurden bis 1987 als Treibmittel für Spraydosen benutzt: Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).

Wurden bis 1987 als Treibmittel für Spraydosen benutzt: Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).
Bild: Keystone

Es war nur eine Frage der Zeit bis Klimaschützer auf die Häufung der Naturkatastrophen reagieren würden: Am Dienstag meldete sich Christiana Figueres, die Leiterin des UN-Klimasekretariats, zu Wort und forderte noch für dieses Jahr klare Fortschritte bei den Klimaverhandlungen.

Der Einfluss von menschlich verursachten Emissionen auf das Klima bleibt umstritten. Das Ansteigen der Temperaturen sei eine wiederkehrende Entwicklung in der Geschichte der Menschheit, die natürlich bedingt sei. Die aktuelle Klimaerwärmung habe nichts zu tun mit dem Antieg des CO2-Austosses, monieren jene, die den Klimaschützern widersprechen.

Verbot von FCKW seit 1987

Nun erhalten Klimaschützer neuen Aufwind: Ein Forscherteam der ETH Zürich soll endgültig bewiesen haben, dass menschlich verursachte chemische Substanzen Ozonlöcher verursachen und vergrössern. Die Forscher stützen sich auf Daten, die seit 1987 erhoben worden sind. In diesem Jahr beschlossen die Vereinten Nationen im Montrealer Protokoll ein Verbot der Herstellung und Verwendung von Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und anderer chemischer Substanzen. Diesem Beschluss ging eine Entdeckung Mitte der siebziger Jahre voraus, wo Forscher beweisen konnten, dass sich FCKW bis auf 20 Kilometer Höhe sich negativ auf Ozonlöcher auswirken.

«Das Montrealer Protokoll zeigt messbare Effekte», schreibt nun das Forscherteam um Jörg Mäder von der ETH Zürich im Fachmagazin «Atmospheric Chemistry and Physics Discussions». Die Studie liefere den Beweis, dass die Erholung der Ozonschicht begonnen habe, weil FCKW verboten ist. So bestätigt auch der Physiker Rolf Müller vom Forschungszentrum Jülich gegenüber dem «Spiegel»: «Das Montrealer Protokoll funktioniert».

Wie der «Spiegel »schreibt, dokumentiert die Studie zwei Erfolge:

  • Sie zeigt, dass die komplexen chemischen Vorgänge in der Luft hinreichend genau verstanden wurden. Nur deshalb konnte der Zerstörung der Ozonschicht gezielt begegnet werden.
  • Sie beweist zudem, dass die Weltgemeinschaft Umweltproblemen wirksam entgegentreten kann - weiterer Ozonabbau hätte vermutlich Tausende zusätzliche Hautkrebsfälle verursacht.

Mäder und seine Kollegen von der ETH erklären, dass nur die Verringerung der FCKW und anderer Schadstoffe könne die beobachtete Erholung der Ozonschicht erklären. FCKW sind Industrieprodukte und entstehen nicht in der Natur. Die Wende könne nun eingeleitet werden, sagt Mäder gegenüber dem Spiegel.

(mrs)

Erstellt: 02.09.2010, 18:40 Uhr

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22 Kommentare

Markus Leutwyler

09.09.2010, 01:27 Uhr
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@ Bürgin: Mischen Sie einen Teil Kaliumpermanganat mit 2500 Teilen Wasser. Was erhalten Sie? Eine deutlich blaurot gefärbte Lösung! Warum? Weil diese wenigen Permanganationen in der Lage sind, den grünen Anteil des sichtbaren Lichts zu absorbieren und in Wärme umzuwandeln. CO2 tut dasselbe im langwelligen IR-Bereich. Antworten


Wladimir Billow

08.09.2010, 14:02 Uhr
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@Berger. Das angebliche Physikstudium des Herrn Burgin darf wirklich hinterfragt werden. Er war nicht willig oder eben fähig mir bei entsprechender Frage nach seinem Abschluss meine Zweifel zu vertreiben. Entweder ist sein phys. Verstäntniss bescheidener als er es zugibt oder sonst betreibt er gezieltes bullshiten, mit klaren Zielen einer mächtigen Lobby, die an Klimaschutz keine Freude hat. Antworten


Andi Berger

08.09.2010, 11:48 Uhr
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@Buergin: Es geht nicht nur um die Menge der einzelnen Gase, sondern auch bei welcher Wellenlänge sie die maximale Absorption von Strahlung aufweisen. Bei CO2 liegt diese genau bei der maximalen langwelligen Abstrahlung der Erde. Bin erstaunt über die physikalische Unkorrektheit, da sie sich ja als Physiker deklarieren. Die Absorptionsspektren findet man in jedem Physikbuch. Antworten


Wladimir Billow

08.09.2010, 10:08 Uhr
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@Buergin.Erdgeschichtlich gabs keinen antrhopogenen Klimawandel darum ist ihr 1. Argument nichtig. das man keinen messbaren temp-anstieg im meer (besteht aus sehr viel wasser mit hohem thr. speicher&strömung) sollte auch für sie verständlich sein-Der Fakt dass der MESSBARE Meerespiegelanst. auf therm. Ausdehnung und schmelzen des polaren Eis eindeutig zurückzuführen ist flasifiziert ihr 2. Argum. Antworten


Alexej Buergin

07.09.2010, 16:46 Uhr
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Mäschli hat richtig gerechnet: 1 von 2500 Luftmolekülen ist CO2, und dies kann nicht zu einer starken Erwärmung der Erde führen. Sollte dadurch aber vermehrt Wasserdampf in die Luft gelangen, könnte es sowohl zu weiterer Erwärmung, oder auch zu einer Abkühlung führen (mehr niedrige Wolken). Erdgeschichtlich kam immer zuerst die Erwärmung, dann das CO2. Aber im Meer wird keine Erwärmung gemessen. Antworten


Sam Pirelli

03.09.2010, 16:41 Uhr
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@DF: Das Waldsterben wurde verlangsamt, weil wir so schnell reagiert haben (Kat, Rauchgasfilter). Es ist also ein Beleg dafür, dass wir Fehler korrigieren können. Es hier als Gegenbeispiel zu verwenden, ist nicht statthaft. Wir haben aber immer noch über 30% kronenverlichtete Bäume, Stickoxide werden zunehmend zum Problem. Auch hier tragen die Verbrennungsmotoren einen Grossteil der Verantwortung. Antworten


Richard Chrenko

03.09.2010, 13:27 Uhr
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@Armin Meier: FCKW sind nicht nur ozonschädlich sondern (wie CO2, Methan, etc.) auch Klimagase. Jedoch haben FCKW klimaerwärmende Wirkungen einige tausend (!) Mal stärker als CO2. Da sie durch das Montreal Protocol (theoretisch) verboten wurden, sind sie bei laufenden Gesprächen bezüglich Klimaschutz kein Thema mehr. Antworten


hans maag

03.09.2010, 12:31 Uhr
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At Theo Klaiber, Als langjähriger Mitarbeiter in einer Oelgesellschaft behaupte ich nicht, dass menschlich verursachte Emissionen keinen Einfluss auf das Klima hätten, aber ich bestreite, dass Erdölfirmen mit viel Geld bezahlte Studien verbreiten, die das Gegenteil verbreiten. Wer hat gelogen bei Brent Spar? Shell oder Greenpeace? Antworten


Armin Meier

03.09.2010, 12:15 Uhr
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Wer von wissenschaftlicher Beweisführung keine Ahnung hat, sollte sich das Kommentieren hier sparen. Allerdings bleibt schleierhaft, was die hier beschriebenen Forschungen mit der aktuellen Klimafrage zu tun haben. Die Ozonschicht schützt uns vor tödlichen UV-Strahlen, nicht vor der Klimaerwärmung. Auch der Artikel zeigt: Wissenschaftliche Probleme werden in den Medien oft unseriös abgehandelt. Antworten


Ulrich Nehls

03.09.2010, 11:21 Uhr
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Es ist richtig, dass der überwiegende Teil des CO2 in der Atmosphäre natürlichen Ursprungs ist. Dies CO2 ist Bestandteil des natürlichen Kreislaufs (etwa unserer Nahrung, die als Pflanzen wächst, dabei CO2 aus der Luft aufnimmt und dann wieder ausgeschieden wird.) Das Problem ist der geringe Anteil CO2 aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe, das zuvor im Boden gespeichert war. Antworten


Andreas Ungricht

03.09.2010, 11:14 Uhr
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Diese ganze Diskussion ist politisch motiviert, mehr nicht. Andere Forscher und deren Meinungen werden erst gar nicht berücksichtigt. Antworten


Marius Kappeler

03.09.2010, 11:10 Uhr
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Der Mensch als Teil dieser Welt wird sowieso untergehen (vielleicht überleben ein paar wenige...) und alle, die das nicht kommen sehen, haben den Bezug zur Natur schon lange verloren... Krankheiten und Kriege (Kampf um Öl, Wasser und weitere Ressourcen) werden es richten. Die Natur wird irgendwann sowieso gewinnen... Antworten


Bruno Rohner

03.09.2010, 10:35 Uhr
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Es freut mich immer wieder, wenn in dieser Kolumne ausgewiesene Chemiker und Physiker ihre interessanten Berechnungen zum Besten geben. Besonders angetan hat es mir dieses Mal der hochgeschätzte Kurt Mäschli mit seinem stringenten Beweis, dass der anthropogene (durch den Menschen verursachte) Beitrag belanglos ist. Ich bin jetzt ungemein beruhigt und überlege mir, doch noch einen SUV zu kaufen. Antworten


Andi Berger

03.09.2010, 10:35 Uhr
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@DF: Als Klimatologe ist man nicht automatisch Mitglied der Grünen, Ökoterrorist, WWF oder Greenpeace Anhänger oder ein Fan von Al Gore. Wenn man Geld verdienen will, dann sucht man sich eine Job in der Privatwirtschaft und nicht als Naturwissenschaftler. Zum Glück sind Leute wie Sie, bei denen man die Unwissenheit nach den ersten Zeilen merkt, die harmloseste Sorge eines Wissenschafters. Antworten


Berger Andi

03.09.2010, 10:28 Uhr
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@mäschli: Das Problem bei CO2 liegt nicht in der Menge sondern daran, dass CO2 die maximale Absorption von langwelliger Strahlung bei einer Wellenlänge hat, die der maximalen langwelligen Abstrahlung der Erde entspricht. Daher haben auch kleine Schwankungen in der CO2 Konzentration eine grosse Auswirkung, was paläoklimatische Studien schön zeigen. Antworten


Theo Klaiber

03.09.2010, 09:48 Uhr
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Hören Sie doch endlich auf zu schreiben, dass der Einfluss von menschlich verursachten Emissionen auf das Klima noch umstritten sei. Er ist von allen ernsthaften Forschungszentren anerkannt, nur ein paar von Erdölfirmen bezahlte und mit viel Geld verbreitete "Studien" wollen das noch bestreiten. Antworten


Karl Szabo

03.09.2010, 09:43 Uhr
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Was? Auf einmal nicht die verhasste Autos und Motorräder?Und die Methanfabrik Kühe und die Schiffe,Flugzeuge, die nach Cancun die Weltverbesserer transportieren? Antworten


D F

03.09.2010, 09:13 Uhr
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Das einzige was hier bewiesen wird ist das der Professor wahrscheinlich ein Naturschützer ist,der seine berechtigung zum Forschen sucht.Man kann ja nicht wie in den 80ern erst das Waldsterben propagieren und dann nach 10 Jahren sagen der Wald war nie so gesund. das selbe jezt bei Ozonloch?Das sind keine Forscher mehr sondern Forschungsgeldbettler also Wird *Terror verbreitet! (*Angst u. Schrecken) Antworten


beat buerki

03.09.2010, 08:42 Uhr
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stimmt doch nicht, unter seriösen klimaforschern ist das nicht mehr umstritten. alle die das bezweifeln tun dies aufgrund fadenscheiniger argumente, da ist nichts wissenschaftliches dabei. Antworten


Stefan Meier

03.09.2010, 07:45 Uhr
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Verstehe den Zusammenhang des ersten und des zweiten Teiles des Artikels nicht. Was hat das CO2, welches die Atmosphäre erwärmen könnte mit dem FCKW zu tun, welches die Ozonschicht zerstört (hat)? Und hat man jetzt tatsächlich 27 Jahre (!!!) benötigt um das herauszufinden? Ich dachte das hätte man schon damals gewusst... Antworten


Hans Berger

03.09.2010, 07:25 Uhr
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Schön. Irgendwie passt da aber nicht so ganz ins bild das in China weiterhin die verbotenen FCKW in grossen Mengen hergestellt und verkauft (damit auch verbraucht) werden. Greenwash? Antworten


kurt mäschli

03.09.2010, 04:10 Uhr
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Die Studie beweist genau das richtige. Nur künstlich hergestellte, Industrie-Schadstoffe wie FCKW und viele andere, tragen zu dem Umweltproblem bei! Das CO 2 , das mehrheitlich durch die Natur selbst generiert wird, hat überhaupt keinen Einfluss auf die Umwelt! Der Anteil an CO 2in der Luft beträgt lediglich 0.0385 %. Lediglich 5 % davon wird durch den Menschen generiert! Lächerliche 0.00195 % !!! Antworten



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