Arianes kleine Schwester ist startbereit
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Im Spaceport Kourou ist alles bereit: Am 13. Februar soll von dem europäischen Raumflughafen in Französisch-Guyana die Rakete Vega zum Jungfernflug starten. Sie ist viel kleiner als die Typen, die sonst in Kourou abheben, die Ariane und neuerdings die Sojus. Mit ihren 30 Meter Höhe und einer Nutzlast von maximal 1500 Kilogramm wirkt sie neben den beiden Grossen recht zierlich. Für die Auftraggeber von Satellitenstarts wichtiger ist allerdings, dass die Vega billiger fliegt.
Die Rakete hat drei Stufen, die mit Festtreibstoff arbeiten, und eine vierte mit Flüssigtreibstoff, die bis zu fünfmal gezündet werden kann, wenn Satelliten ausgesetzt werden. Häufig werden mehrere Satelliten gemeinsam ins All transportiert und dort einzeln platziert.
Italianità im Weltraum
Für den Start schwerer geostationärer Satelliten, die rund 36'000 Kilometer über dem Äquator parkiert werden müssen, eignet sich die Vega nicht, ihr typisches Einsatzgebiet sind kleine Satelliten auf Bahnen in etwa 700 Kilometer Höhe. Mit dem neuen Modell will Arianespace diejenigen Auftraggeber bedienen, die kleinere Satelliten auf tiefen Umlaufbahnen betreiben wollen. Solche Flugkörper dienen zur Erdbeobachtung oder für wissenschaftliche Experimente.
Gebaut wird die Vega zum grossen Teil von italienischen Unternehmen. Zu den Zulieferern gehören unter anderem Firmen aus Spanien, Belgien, Frankreich, den Niederlanden und der Ukraine. Die Schweizer Weltraumindustrie ist einmal mehr vertreten durch Ruag Space, welche die schützende Verkleidung der Raketenspitze herstellt, unter der die Satelliten sitzen.
Behält Einstein Recht?
Aus Italien kommt auch der grösste Satellit an Bord. Mit dem kugelförmigen Lares, der von der Erde aus gesendete Laserstrahlen reflektiert, wollen italienische Forscher den sogenannten Lense-Thirring-Effekt untersuchen. Dieser hängt mit Einsteins Relativitätstheorie zusammen und beschreibt eine «Verwirbelung der Raumzeit» rund um einen rotierenden Körper wie die Erde.
Weitere Fracht sind ein kleiner Satellit der Universität Bologna, der billige Raumfahrttechnik testen soll, sowie sieben Cubsat-Mikrosatelliten. Diese Würfel mit 10 Zentimeter Kantenlänge wurden von 250 Studentinnen und Studenten an mehreren Hochschulen in Europa zu Schulungszwecken gebaut. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 06.02.2012, 17:01 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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