Atombomben-Spuren verraten Weinfälscher
Radioaktive Substanzen nachweisbar: Weinkeller. (Bild: Keystone)
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Je nach Jahrgang der Trauben finden sich unterschiedliche Mengen des radioaktiven Isotops Kohlenstoff-14 (C14) im Wein. Das berichteten australische Forscher um Graham Jones von der University of Adelaide am Wochenende auf der Jahrestagung der American Chemical Society. Manche Experten schätzen, dass bis zu fünf Prozent des als hochqualitativ verkauften Weines Fälschungen sind.
Die Wissenschaftler untersuchten 20 australische Rotweinsorten aus den Jahren 1958 bis 1997 auf ihre C14-Werte. Diese Daten verglichen sie mit atmosphärischen Proben. Anhand des Verhältnisses der Kohlenstoff-Isotope C12 und C14 im Alkohol liess sich das Alter exakt bestimmen.
Atombombenversuche
Oberirdische Atombombenversuche hatten Ende der 1940er Jahre die Menge an C14 in der Atmosphäre rapide erhöht. Seit dem Ende der Tests 1963 wird die C14-Konzentration durch Kohlendioxid (CO2) aus fossilen Brennstoffen verdünnt. Der Grad dieser Verdünnung gibt Aufschluss über das Jahr, in dem die Weintrauben gewachsen sind, denn über die Luft nehmen die Weinpflanzen CO2 samt C14 auf.
Um die Konsumenten vor Fälschungen zu schützen, nutzt die Weinindustrie bereits spezielle Abdichtungen und Aufkleber. Die neue Methode zur Jahrgangsbestimmung könne zusätzliches Vertrauen schaffen, erklären die Forscher. (vin/sda)
Erstellt: 22.03.2010, 14:41 Uhr










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