Couchepin: Ab in die Wüste

Aktualisiert am 13.05.2009

In den Arabischen Emiraten hat die ETH einen Ableger gegründet. Zusammen mit der Schweiz wird an einem kühnen Projekt gearbeitet. Bundesrat Couchepin will es genau wissen.

Löst das unser Energieproblem? Sonnen-Kraftwerke auf See.

Löst das unser Energieproblem? Sonnen-Kraftwerke auf See.

Bundesrat Pascal Couchepin besucht von Donnerstag bis Samstag die Vereinten Arabischen Emirate. In Ras Al Khaimah, im Norden des Landes, wird er den Grundstein für den ersten ausländischen Ableger einer Schweizer Hochschule legen.

Schwimmendes Sonnenkraftwerk

Dort entsteht bis 2012 eine Niederlassung der Eidg. Technischen Hochschule Lausanne (EPFL). Zusammen mit einer Delegation der Eidg. Technischen Hochschulen wird Couchepin in Ras Al Khaimah auch das vom Zentrum für Elektro- und Mikrotechnik (CSEM) in Neuenburg entwickelte Projekt «Solar Islands» besuchen, wie das Eidg. Departement des Innern (EDI) am Mittwoch mitteilte. «Solar Islands» sind auf See schwimmende Sonnenkraftwerke.

In der Hauptstadt Abu Dhabi will Bildungsminister Couchepin anschliessend Gespräche mit Regierungsvertretern führen. Er trifft zudem Wissenschafter für erneuerbare Energien der Universität Masdar und Forscher des Higher College of Technology, die mit der Hochschule St. Gallen zusammenarbeiten.

«Swiss Village»

Die Reise biete Couchepin überdies Gelegenheit, sich mit dem Swiss Business Council von Abu Dhabi und Dubai zu unterhalten, den er anlässlich seines ersten Besuchs im Jahr 2000 eröffnet hatte, hiess es weiter.

Im Zentrum dieser Gespräche werden die Schweizer Investitionen und die wirtschaftlichen und technologischen Kooperationschancen in den Emiraten stehen, insbesondere die Errichtung eines «Swiss Village» für Innovation in Masdar City (Abu Dhabi).

Beziehungen vertieft

Die Schweiz und die Vereinten Arabischen Emirate haben ihre Beziehungen in den letzten Jahren vertieft. Mittlerweile ist das Land am Persischen Golf der wichtigste Wirtschaftspartner in der Region Mittlerer Osten und Nordafrika. (cpm/sda)

Erstellt: 13.05.2009, 15:09 Uhr

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