Die Spionage-Hantel
Von Walter Jäggi. Aktualisiert am 02.10.2009
Eine Kamera auf Rädern, die auch in Verstecke eindringen kann.
Roboter stellt man sich oft als Blechmännchen mit scheppernder Stimme vor. Der Aufklärungsroboter, von dem die Elitetruppe der US-Navy 150 Stück bekommt, gleicht eher einer Hantel. Das kleine Gefährt ist knapp 20 Zentimeter lang und gut 500 Gramm schwer. Auf zwei Kunststoffrädern, stabilisiert durch eine Mittelstütze, kann es sich im flotten Marschtempo von etwa 11 km/h bewegen. Robust, wie das Gerät ist, hält es auch einen Fall von 9 Metern oder einen Wurf von 30 Metern schadlos aus.
Das Wichtigste am funkferngesteuerten Apparätchen ist aber die Kamera. Sie liefert Videobilder, auch wenn praktisch kein Licht mehr vorhanden ist. Der kleine Spion ist gedacht für alle Situationen, in denen es zu gefährlich ist, einen Raum einfach zu betreten – sei es bei einer Geiselnahme, beim Austritt von Giften oder bei vermuteten Heckenschützen.
Das bewegliche scharfe Auge ist aber auch gefragt bei der Untersuchung von Fahrzeugunterseiten, bei der Pannensuche in Kabel- und Klimaschächten und überall sonst, wo der Mensch nicht hingelangt oder zu grosse Risiken eingehen würde. Mit 9000 Dollar pro Stück ist der Pfadfinder-Roboter sogar recht preisgünstig, jedenfalls für militärische Verhältnisse. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 02.10.2009, 15:28 Uhr
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.







