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Fliegende Augen im eigenen Garten

Aktualisiert am 21.02.2012

Ferngesteuerte Drohnen dürfen in den USA laut einem neuen Gesetz bald auch von privaten Firmen betrieben werden. TV-Stationen und die Polizei werden hellhörig. Bürgerrechtler sind alarmiert.

1/5 Aufklärung aus der Luft: Der Sensocopter, eine Drohne der deutschen Polizei, bei einem Einsatz in Dresden ...
Paulae / Wikipedia

   

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Das leise Surren, das an einem schönen Sommertag nahe des Swimmingpools ertönt, könnte in Zukunft nicht von einer Wespe stammen, sondern von einem Flugobjekt, das noch unerwünschter ist. In den USA könnten Drohnen künftig auch im tieferen Luftraum fliegen, wie die «New York Times» und andere Blätter berichten.

Ein neues Bundesgesetz, das vor kurzem vom Präsidenten unterzeichnet wurde, soll es privaten Betreibern erlauben, kleinere Drohnen loszuschicken – inklusive Wärmesensoren oder Kameras, die in unterschiedlichen Lichtbereichen aufnehmen. Nicht nur die Polizei könnte solche Technologien einsetzen, sondern auch Anbieter von Luftaufnahmen für Karten, Fotografen und Firmen, die mit dem Blick aus der Vogelperspektive Geld verdienen können – darunter auch TV-Stationen und andere Medien. Bislang ist der Einsatz von Drohnen nur in Ausnahmefällen erlaubt, etwa zur Überwachung der amerikanischen Staatsgrenzen.

Schutz der Bürger des Landes verlangt

Datenschützer erfüllt diese Aussicht mit Sorge. Bürgerrechtler von der American Civil Liberties Union (ACLU) verlangen bereits einen Schutz gegen die «routinemässige Luftüberwachung des amerikanischen Lebens». Und laut der «New York Times» haben sich schon andere Gruppen dieser Forderung angeschlossen und fragen sich, was mit den Aufzeichnungen geschehen könnte. Könnten Aufnahmen von Unternehmen auch an andere Staaten gelangen? Und könnten solche Informationen auch an Dritte verkauft werden?

Kommt es zu einem Zank wie bei der Einführung von Google Street View? Die Befürworter von Drohnen-Einsätzen wiegeln vorsorglich ab. Zum Beispiel der leitende Polizist Randy McDaniel vom Sheriff’s Departement im texanischen Conroe, das bereits Drohnen einsetzt. Jeder könne bereits mit Handy fotografiert werden, so McDaniel gegenüber dem Blatt. Und man wolle niemanden ausspionieren, sondern sorge sich wegen Krimineller.

Ein Markt mit lukrativen Möglichkeiten

Falls das Gesetz unverändert in Kraft tritt, müsste die Federal Aviation Administration (FAA) innerhalb von 90 Tagen auch den Polizeikräften erlauben, unter 400 Metern Höhe ferngesteuerte Drohnen mit weniger als zwei Kilogramm einzusetzen. Solche Modelle sind heute Stand der Technik und werden unter anderem bei der deutschen Bundeswehr eingesetzt (siehe Bildergalerie). Und bis Ende September 2015 müsste laut der FAA eine «sichere Integration» für weitere Arten solcher Flugobjekte in den Luftraum gewährleistet sein.

Für die Hersteller von Drohnen, die laut den Presseberichten massiv für das Gesetz lobbyiert haben sollen, eine erfreuliche Nachricht. Der Boom von Drohnen-Einsätzen, etwa im Afghanistan-Krieg, lässt sie auf steigende Umsätze hoffen – im Bereich von winzigen Exemplaren für Hobbypiloten bis zu komplexen Drohnen für vielfältige Überwachungsaufgaben. Das Marktpotential soll laut Schätzungen bei fast sechs Milliarden Dollar liegen, Tendenz steigend.

Erstellt: 21.02.2012, 12:59 Uhr

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Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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