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Gentechnik macht Landwirtschaft nicht ertragreicher

Amerikanische Wissenschafter, die Daten des US-Landwirtschaftsministeriums auswerteten, haben festgestellt, dass keine einzige Genpflanzen-Sorte eine wirkliche Ertragssteigerung ermöglichte.

Gentechnik macht Landwirtschaft nicht produktiver: Ein Greenpeace-Aktivist kappt eine gentechnisch veränderte Maispflanze.

Gentechnik macht Landwirtschaft nicht produktiver: Ein Greenpeace-Aktivist kappt eine gentechnisch veränderte Maispflanze.
Bild: Keystone

«Bislang hat sich die Leistungsfähigkeit von Pflanzen, die gentechnisch verändert wurden, um mehr Ertrag zu bringen, trotz aller Bemühungen kaum gesteigert.» Das erklärten die Forscher der Union of Concerned Scientists am Mittwoch. Nicht eine einzige Genpflanzen-Sorte habe eine wirkliche Ertragssteigerung ermöglicht, hiess es in der Untersuchung. Die Wissenschaftler werteten Zahlen des US-Landwirtschaftsministeriums aus.

Lediglich der sogenannte Bt-Mais, zu dem auch die am Dienstag in Deutschland verbotene Sorte Mon 810 gehört, habe einen leicht höheren Ertrag als konventioneller Mais gezeigt. Doch auch dieser gegen Schädlinge resistentere Mais habe die Ernten nur um 0,2 bis 0,3 Prozent pro Jahr gesteigert.

Schlechte Noten für gentechnisch verändertes Soja

Gentechnisch verändertes Soja hat nach den Zahlen der Forscher hingegen in keiner Weise zu Ertragssteigerungen beigetragen. Bt-Mais wird in den USA auf 63 Prozent der Anbauflächen ausgesät, Soja sogar auf 90 Prozent der Anbauflächen.

Andere Methoden zur Ertragssteigerung seien hingegen deutlich produktiver gewesen, erklärten die Forscher. Die Studienergebnisse zeigten daher, «dass es Zeit ist, ernsthafter die anderen verfügbaren Anbautechniken» zur Verbesserung der Ernte zu prüfen. Auch könne die Gentechnik helfen, die genetische Qualität der Pflanzen zu verbessern, ohne sie genetisch zu manipulieren. (mbr/sda/)

Erstellt: 15.04.2009, 15:25 Uhr

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