Gletschersee: Sonde sorgt für Sicherheit
Das Gletschertor des Oberen Grindelwaldgletschers in der Bildmitte: Hier hat sich das Wasser gestaut, bis es zum Ausbruch kam. (Bild: Bruno Petroni)
«Plötzlich wehte ein markant kalter Wind vom Gletscher her»: Erika Hächler, welche die Gletscherbar auf dem Hehlischopf betreut, erschrak nicht schlecht am Mittwochabend, als sie beim Blick zum Weissenbach hinauf einen grossen Wasser- und Eisstrom über die Felsen schwappen und in die Schlucht hinunterschiessen sah. Und Hansruedi Moser, der schon seit 40 Jahren am beliebten Treppenaufstieg über 880 Holzstufen tätig ist, erinnert sich nicht an ein solches Ereignis: «Früher kam der Gletscher weiter hinunter, so gab es halt auch keine Rückstaus. Aber am Mittwoch hat es schon gewaltig gerumpelt.»
Neue Pegel-Messsonde
Gemeindepräsident Emanuel Schläppi schätzt die ausgebrochenen Wassermassen auf rund 50000 Kubikmeter: «Das Schadensausmass in den Wäldern des Gletschersandes ist nach deren Überflutung noch nicht bekannt.» In Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt des Kantons Bern wird die Gemeinde Grindelwald im Gletschersand so rasch wie möglich eine Messsonde einrichten, wie sie auf der anderen Seite des Mättenbergs in der Gletscherschlucht eingesetzt werden.
Ein Eisabbruch hatte für eine Stauung des Wassers gesorgt, was schliesslich am Mittwochabend zum Ausbruch führte. In der Folge floss einiges Treibholz bis in den Brienzersee hinunter. Bruno Petroni
> (Berner Zeitung)
Erstellt: 28.08.2009, 14:20 Uhr
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.







