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Hightech-Farm im Tsunami-Gebiet geplant

Aktualisiert am 05.01.2012 5 Kommentare

Unbemannte Traktoren bestellen die Felder, Roboter ernten Weizen: Japan plant in der verwüsteten und verstrahlten Präfektur Miyagi ein futuristisches Landwirtschaftsprojekt.

Hier sollen Roboter arbeiten: Vom Tsunami verwüstetes Gebiet in Minamisanriku, Miyagi am 11. September 2011.

Hier sollen Roboter arbeiten: Vom Tsunami verwüstetes Gebiet in Minamisanriku, Miyagi am 11. September 2011.
Bild: AFP

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Japan, ein halbes Jahr nach dem Tsunami

Japan, ein halbes Jahr nach dem Tsunami
Diese Bilderserie zeigt einzelne verwüstete Orte in Japan – unmittelbar nach der Katastrophe, drei Monate später und heute.

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Japan plant in dem vom Erdbeben und Tsunami vom März verwüsteten Gebiet eine futuristisch anmutende High-Tech- Farm: Unbemannte Traktoren bestellen die Felder, Roboter ernten Weizen, Obst und Gemüse und verpacken die Lebensmittel in Kisten.

Noch in diesem Jahr solle mit den ersten Planungsarbeiten vor Ort für das «Dream Project» in der Präfektur Miyagi begonnen werden, sagte ein Vertreter des Landwirtschaftsministeriums heute. In den kommenden sechs Jahren sollen demnach vier Milliarden Yen (48 Millionen Franken) in das Projekt fliessen.

Durch das Erdbeben und den folgenden Tsunami am 11. März kamen nach neuesten Angaben mehr als 19'000 Menschen ums Leben. Riesige Gebiete im Nordosten Japans wurden verwüstet, Miyagi war eine der besonders betroffenen Präfekturen.

Technologiekonzerne an Bord

Rund 24'000 Hektar Ackerland wurden durch Salzwasser oder Öl verschmutzt oder in Folge der Atomkatastrophe von Fukushima verseucht. Die Katastrophen waren daher auch für die japanische Landwirtschaft ein schwerer Schlag.

Mit der 250 Hektar grossen High-Tech-Farm will das Agrarministerium den Bauern des Landes neue Perspektiven bieten. Örtliche Bauern sollen die landwirtschaftliche Arbeit leiten.

Kohlendioxid soll aufgefangen werden

Mit an Bord geholt werden sollen auch Technologiekonzerne wie Panasonic, Fujitsu, Hitachi und Sharp. Die Wirtschaftszeitung Nikkei berichtete, zähle man private Investoren hinzu, könne das Projekt eine Grössenordnung von umgerechnet 120 Millionen Franken erreichen.

Die Farm soll auch eine umweltfreundlichere Landwirtschaft ermöglichen. Laut Nikkei sollen von den Arbeitsmaschinen ausgestossenes Kohlendioxid aufgefangen und den Pflanzen zugeführt werden, um deren Wachstum zu beschleunigen. Damit liesse sich auch der Einsatz von Düngemitteln reduzieren.

(kle/sda)

Erstellt: 05.01.2012, 14:19 Uhr

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5 Kommentare

Tommy Feigenwinter

05.01.2012, 15:53 Uhr
Melden 7 Empfehlung

... und die Radioaktivität gibt's gratis dazu :o/ Antworten


Herbert Berger

05.01.2012, 20:11 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Und wer soll die radioaktiv verseuchten Lebensmittel essen? Mir erschliesst sich der Sinn des Projektes nicht ganz. Neue Technologie entwickeln für die Landwirtschadt? Es gibt genügend günstige(re) Arbeitskräfte in der Landwirtschaft. Gerade auch in Japan, wo die Arbeitslosigkeit am steigen ist. So oder so ist das Projekt deshalb ein grosser Unsinn Antworten



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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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