Phobos-Grunt offenbar in den Pazifik gefallen
Aktualisiert am 16.01.2012 3 Kommentare
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Die ausser Kontrolle geratene russische Raumsonde Phobos-Grunt sei am Sonntag in den Pazifischen Ozean gestürzt, hiess es am Sonntag. Die beim Eintritt in die Atmosphäre nicht verglühten Teile seien gegen 18.45 Uhr MEZ am Sonntag in den Pazifik gefallen, sagte Alexej Solotuchin, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax.
Einheiten der militärischen Weltraumaufklärung hätten den Absturz von Bodenstationen aus registriert, sagte Solotuchin. Nähere Angaben zum Ort machte er zunächst nicht. Russische Raumfahrtexperten hatten Prognosen immer wieder korrigiert und zuletzt als möglichen Absturzort auch den Atlantik genannt. Eine Gefahr für Menschen in bewohnten Gebieten durch nicht verglühende Teile hatte als sehr gering gegolten, war aber nicht ausgeschlossen worden.
Inzwischen hat der Sprecher seine Aussage relativiert. Diese Angaben beruhten auf Berechnungen. Augenzeugenberichte gebe es nicht. Der stellvertretende Leiter der russischen Raumfahrtbehörde, Anatoli Schilow, sagte dem staatlichen Fernsehsender Westi, den Daten zufolge sei davon auszugehen, dass die Sonde irgendwo über Brasilien auseinandergebrochen sei. Die Sonde war am 9. November gestartet und sollte auf dem Marsmond Phobos landen.
Giftstoffe sollten verglüht sein
Die umgerechnet rund 145 Millionen Franken teure Marssonde Phobos-Grunt galt als teuerste und ehrgeizigste Weltraummission Russlands seit dem Ende der Sowjetunion. Phobos-Grunt war Anfang November gestartet, um auf dem grössten Marsmond Phobos Bodenproben zu sammeln. Wegen technischer Probleme nach dem Start verfehlte Phobos-Grunt aber die vorgesehene Flugbahn und kreiste in immer engeren Bahnen um die Erde herum.
Der Grossteil der Fracht war Treibstoff für die auf zweieinhalb Jahre angelegte Mission zum Marsmond Phobos. Die Sonde enthielt auch Metallteile von insgesamt zwei Tonnen. Davon sollten zahlreiche einzelne Trümmer mit einem geschätzten Gesamtgewicht von 200 Kilogramm zur Erde fallen.
Die Giftstoffe im tonnenschweren Treibstofftank sowie das radioaktive Kobalt in einer Menge von rund 10 Mikrogramm an Bord sollten Roskosmos zufolge verbrennen oder verglühen. An Bord der Sonde waren auch Behälter mit Mikroorganismen, Mückenlarven, Krebstieren und Samen.
(kle/AFP)
Erstellt: 16.01.2012, 13:44 Uhr
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3 Kommentare
Die Chance, von solchen Trümmern beim Absturz getroffen zu werden, mag ja etwa gleich klein sein wie beim Einschlag von Meteoriten. Aber wenn immer mehr so Dinger um die Erde kreisen, wird es trotzdem etwas unheimlich. Vermutlich würde auch keine Versicherung einen Schaden übernehmen, da es sich ja nicht um einen Elementarschaden handelt. Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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