Russen rechnen mit dem Scheitern der Marsmission
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Die russische Weltraumbehörde Roskosmos hat die Hoffnung auf eine Rettung ihrer gestrandeten Marsmondsonde «Phobos-Grunt» offenbar aufgegeben. «Es gibt nur geringe Chancen, dass wir die Mission ausführen können», sagte der stellvertretende Roskosmos-Chef Witali Dawidow.
Russland hatte die Sonde Anfang November ins Weltall geschickt. Sie sollte auf Phobos, dem grössten Marsmond, Bodenproben sammeln und bis 2014 zur Erde bringen. Doch wenige Stunden nach dem Start gab es technische Probleme, sodass «Phobos-Grunt» den entscheidenden Austritt aus der Erdumlaufbahn nicht schaffte, um Kurs auf den Marsmond zu nehmen.
Funkkontakt abgebrochen
Das Kontrollzentrum verlor den Funkkontakt zu der fünf Milliarden Rubel (knapp 120 Millionen Euro) teuren Raumsonde. «Wenn wir den Kontakt wieder herstellen und verstehen können, was mit der Sonde passiert, dann sind wir vielleicht in der Lage, daraus Schlüsse zu ziehen», sagte Dawidow.
Er fügte hinzu, das Zeitfenster für einen Flug zum Mars sei nur noch bis Ende des Monats geöffnet und «Phobos-Grunt» werde sicherlich nicht bis zur Öffnung des nächsten Zeitfensters in zwei Jahren warten können.
Die Distanz der Erde zum Mars schwankt. Nur alle zwei Jahre stehen die beiden Himmelskörper in einer günstigen Position für eine Mission. Daher stellt sich Roskosmos darauf ein, dass die Sonde wieder auf die Erde fallen wird. Ort und Zeit des Absturzes kann sie allerdings erst kurz vorher errechnen. (miw/sda)
Erstellt: 22.11.2011, 10:42 Uhr
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