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Studentin spürt Fehler im Cern auf – Wissenschaftler überrascht

Eine chinesische Studentin machte ihre Dissertation über das Cern in Genf. Dabei entdeckte sie zufällig einen Kalkulationsfehler in der Hardware des grössten Teilchenbeschleunigers der Welt.

«Es wird den Physikern eine Menge Ärger ersparen», Xiaohang Quan.

«Es wird den Physikern eine Menge Ärger ersparen», Xiaohang Quan.

«The Daily Princetonian» berichtet über den sensationellen Fund von Xiaohang Quan.

«The Daily Princetonian» berichtet über den sensationellen Fund von Xiaohang Quan.

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Cern und LHC

Das Cern, die Europäische Organisation für Kernforschung, ist eine gigantische Forschungseinrichtung in der Nähe von Genf in der Schweiz. Am Cern wird vielfältige physikalische Grundlagenforschung betrieben, bekannt ist es vor allem für seinen grossen Teilchenbeschleuniger LHC.

Der Teilchenbeschleuniger LHC gilt als die grösste und komplizierteste Maschine, die je gebaut wurde. Im unterirdischen Tunnel bei Genf werden Protonen, also Wasserstoffkerne, auf beinahe Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und aufeinandergeschossen. So wollen die Wissenschaftler die kleinsten Bausteine der Materie untersuchen und ergründen, was die Welt im Innersten zusammenhält.

Die junge Physikstudentin Xiaohang Quan reiste letzte Woche zusammen mit drei von ihren Professoren von der Princeton University (New Jersey, USA) nach Genf um am Jahrestreffen der Europäischen Organisation für Kernforschung (Cern) teilzunehmen. Dabei traf die chinesische Delegation auch die Hardwareentwickler des Compact Muon Solenoid (CMS), welcher ein Teil des grossen ringförmigen Teilchenbeschleunigers LHC ist, um ihnen ein Fehler im System zu erläutern.

Xiaohang Quan hat während ihrer Dissertationsarbeit herausgefunden, dass eine CMS-Hardware Daten doppelt aufzeichnet, was zu Fehlern bei der Schlusskalkulation führen kann, wie die Studentenzeitung «The Daily Princetonian» berichtet.

Wissenschaftler überrascht

Quan tüftelte in ihrer Arbeit die letzten Jahre nach einem bestimmten Algorithmus im Zusammenhang mit dem Teilchenbeschleuniger Large Electron-Positron Collider (LHC). Sie war sehr überrascht, als sie eine Diskrepanz zwischen ihren Vorhersagen und den tatsächlichen Resultaten in Genf feststellte.

«Falls weitere Analysen meine Entdeckung bestätigen, wird es den Physikern eine Menge Ärger ersparen», sagt Quan.

Professor Christopher Tully, Quans Dissertations-Betreuer, präsentierte die neuen fehlerbereinigten Kalkulationen vor kurzem den Wissenschaftlern am Cern. Diese hätten nicht schlecht gestaunt, als sie erfuhren, dass eine College-Studentin die Missstände aufspürte. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 23.03.2009, 10:57 Uhr

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25 Kommentare

Hans-Karl Kuhn

25.03.2009, 13:06 Uhr
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Wer den Originalartikel gelesen hat, kann sich nur wundern über diesen Artikel, und noch mehr über den von "20 Minutes". LEP und LHC verwechselt, CMS mit LHC in einem Topf: Welche journalistische Sorgfalt. CMS als CERN-Experiment hat nichts zu tun mit dem Betrieb des LHC, ergo hat die Studentin das CERN als solches auch nicht erschüttern können. Aber das sind ja alles nur unbedeutende Details... Antworten


Peter Zurbrügg

23.03.2009, 19:34 Uhr
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Ach ja, die Wissenschat irrt niemals? Auch im 3.Reich nicht, wo tausende Wissenschaftler für die Nazis forschten? Zum Glück wissen die allermeisten der Forscher dass auch sie irren können! Antworten


Walter Helbling

23.03.2009, 16:09 Uhr
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Lang lebe Princeton University. Die beste schule in der WELT. Antworten


Hans Müller

23.03.2009, 15:32 Uhr
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Das ist das normalste von der Welt: Eine unabhänge Person entdeckt einen Fehler. Die Forscher sind glücklich darüber. Die Forschung geht weiter. Antworten


Hans Ulrich Suter

23.03.2009, 14:00 Uhr
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Nun, die Erfahrung lernt, dass solche Leute es nachher schwer haben in der Wissenschaft. Wo ist zum Beispiel die Frau, die den Schön-Batlogg-Skandal entlarvt hat? Arme Frau Quan.... Antworten


adrian huber

23.03.2009, 13:42 Uhr
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schwarzes loch? die studentin soll doch grad ein kleines basteln. wär' doch der ideale zeitpunkt dafür. hokus, pokus, verschwindibus mit all den ramschpapieren - und die seelenlosen giersäcke, ja das gesamte investmentkranking hinterher! Antworten


Markus Grüner

23.03.2009, 13:41 Uhr
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Erm... LHC = Large Hadron Collider. Large Electron-Positron Collider heisst hingegen LEP. Was ist nun gemeint? Tippfehler? Antworten


Thomas Allmendinger

23.03.2009, 13:27 Uhr
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Welchen Bonus bekommt denn diese Studentin? Vermutlich nicht mehr als einen Gratis-Kaffee. Sie ist ja schliesslich nicht Bankerin! Antworten


Wolf Armin

23.03.2009, 13:25 Uhr
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Xiaohang Quan eine junge Physikstudentin – vermutlich mit einem Masterabschluss – tüftelte die letzten Jahre im Rahmen ihrer Doktorarbeit nach einem bestimmten Algorithmus im Zusammenhang mit dem Teilchenbeschleuniger Large Electron-Positron Collider (LCH) und hat dabei einen Systemfehler. Gratulation! Bloss: Eine "Studentin", mit Master die seit mehreren Jahren an der Dissertation schreibt... Antworten


Dani keller

23.03.2009, 13:15 Uhr
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Schwarze Löcher die uns verschlingen? Weltuntergang? Hallo???? Kaum zu glauben, was man hier liest!!! Antworten


Max Affolter

23.03.2009, 12:52 Uhr
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Augen auf, das ist das Motto! Man sieht, es lohnt sich in vielen Lebenssitutationen, selber zu denken und Dingen unvoreingenommen auf den Grund zu gehen. Weniger Autoritätsgläubigkeit bewahrt uns in vielen Lagen vor dummen Fehlern - lbnl auch bei der Bankenkrise, auch in der Politik. Antworten


Bruno Heuberger

23.03.2009, 11:46 Uhr
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Ich selbst durfte vor einigen Jahren im CERN erleben, wie diese hoch komplizierte und technisch sehr komplexe Anlage aufgebaut wurde - und wunderte mich damals schon, ob dieses doch eindrucksvolle und imposante Werk auch störungsfrei laufen würde. Wenn dieser "Rechenfehler" das einzige Problem war, ist und bleibt, so haben die Leute am CERN einen richtig guten Job gemacht. Antworten


Peter Levers

23.03.2009, 11:21 Uhr
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Zitat: Toll. Mein Vertrauen in das CERN, dass die von ihm produzierten schwarzen Löcher ungefährlich sind, stärkt diese Nachricht enorm. ... memme. fehler passieren auch den besten (auch mir ab und zu) :-) Antworten


Klaus Müller

23.03.2009, 11:17 Uhr
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Superstory - wie im Film! Und zum Schluss rettet die Putzfrau im Kommandoraum des Amok gelaufenen CERN unsere Welt vor schwarzen Löchern, indem Sie dem Compi einfach den Stecker rauszieht - die rundumstehenden ratlosen Wissenschaftler applaudieren frenetisch. Antworten


Ruedi Minger

23.03.2009, 11:14 Uhr
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HURRA!! Dann geht wie Welt ja vielleicht doch nicht unter wenn das das LHC nächstes Jahr wieder gestartet wird !! :-) Antworten


Nadja Reuteler

23.03.2009, 10:44 Uhr
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"Errare humanum est"... => irren ist Menschlich (Männlich??) Spricht für die junge Dame, dass Sie diesen Fehler herausgefunden und vor allem mittgeteilt hat!!! Bravo! Antworten


Silvia Müller

23.03.2009, 10:35 Uhr
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@ G. Rubli: Ihnen fehlt das Gottvertrauen, dass trotz dem menschlichen Grössenwahn doch noch alles gut gehen wird und niemals nicht kein Risiko für die Sicherheit besteht und so. Die Wissenschaft ist unfehlbar und sie irrt keineswegs, wie manche Ketzer behaupten, von einem Irrtum zum nächsten. Einfache Menschen können diese Komplexität eben nicht verstehen. Viele wissensch. Studien beweisen das. Antworten


Russel Nurjew

23.03.2009, 10:33 Uhr
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Bei einer solch komplexen Anlage sind noch etliche andere Fehler zu erwarten. Ein grosses Wunder wäre es, wenn keine Fehler vorhanden wären und die Anlage auf Anhieb wie gewünscht funktionierte... Antworten


Ivan Casale

23.03.2009, 10:25 Uhr
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Die Leistungen unserer wissenschaftlichen Elite - vergessen wir nicht die hochdekorierten Ökonomen, Physiker etc, welche in der Finanzindustrie arbeiten (gearbeitet haben) - können wirklich auch mehr hinterfragt werden. Die Politik verbietet, lenkt und entscheidet aufgrund von Statistiken und Arbeiten, die genau aus dieser Ecke kommen (Klima, Sicherheit, Energie, Gesundheit). Antworten


Paul Thürig

23.03.2009, 10:08 Uhr
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Es zeigt sich einmal mehr als deutlich,dass es Menschen braucht,die grobe Fehler begehen,sondern auch ausfindig machen.Dies auch beim CERN! Antworten


John J Feller

23.03.2009, 09:44 Uhr
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"xie xie nee Quan lao shr". Hochnot-peinlich fuer die hochdotierten computerglaeubigen Wissenschenschaftler. Verdient diese "Studentin" mit gesundem Menschenverstand nicht den Nobelpreis in Physik oder Mathematik? Unvorstellbar welches GAU in Genf und Umgebung mit derartig falschen Berechnungen haette ausgeleost werden koennen. Antworten


Thomas Meyer

23.03.2009, 09:43 Uhr
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Die gelehrten Damen und Herren, welche versuchten, die Kritik am LHC-Experiment lächerlich zu machen, stehen nun selbst mit abgesägten Hosen da. "Komplizierteste Maschine, die je gebaut wurde" - ergänzen sollte man: nutzloseste und möglicherweise gefährlichste... Menschliche Selbstvernichtung durch schwarzes Loch - Treppenwitz des Universums. Antworten


Stefan Meier

23.03.2009, 09:28 Uhr
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Statt Geld wird Quan einen Orden bekommen. Und das Geld, das man jetzt für die Fehlersuche eingespart (=verdient) hat, kann man jetzt dem Management als Bonus ausschütten, da unter ihrer Federführung grösstes Ungemach vermieden wurde. Willkommen im Kapitalismus, Quan! Antworten


Gero Rubli

23.03.2009, 09:17 Uhr
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Toll. Mein Vertrauen in das CERN, dass die von ihm produzierten schwarzen Löcher ungefährlich sind, stärkt diese Nachricht enorm. Antworten


hans meier

23.03.2009, 08:59 Uhr
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Gratuliere - hoffe, dass das CERN einen Job zur Verfügung stellt! Antworten



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