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«Wir werden vermutlich schon nächstes Jahr Grossartiges entdecken»

Nach dem erfolgreichen Neustart des Teilchenbeschleunigers LHC warten die rund 3000 Forscher am Cern nun auf Ergebnisse. Bereits jetzt wird der Neustart aber als Erfolg gefeiert.

Forscher lassen sich feiern: Jubel und Trubel in einer Cern-Schaltzentrale.

Forscher lassen sich feiern: Jubel und Trubel in einer Cern-Schaltzentrale.
Bild: Keystone

«Das ist wie bei einem neuen Auto - wir fahren es es langsam an», sagte Cern-Direktor Rolf Heuer am Montag in Genf vor Journalisten. Der für den Beschleuniger zuständige Direktor Steve Myers ergänzte, die ersten drei Tage der Inbetriebnahme seien «schon ein enormer Erfolg» gewesen. Bis erste Ergebnisse vor allem über noch unentdeckte Teilchen als Bausteine des Universums vorliegen, könne aber noch viel Zeit vergehen.

Die «Urknallmaschine» war am Samstag nach monatelangen Reparaturen wieder angeworfen worden. Erstmals schickten die Forscher wieder einen Teilchenstrahl durch den 27 km langen Ringbeschleuniger bei Genf. Derzeit seien es zwei Strahlen, die gegenläufig kreisten, aber zunächst nicht auf Kollisionskurs seien, sagte Myers.

Hoffen auf «Grossartiges»

Erst beim Zusammenstoss der schnellen Teilchen entstehen die Bedingungen, unter denen die Forscher auf neue Entdeckungen hoffen. Mit der rund drei Milliarden Euro teuren Anlage wollen die Physiker dem Urknall so nahe kommen wie nie zuvor und fundamentale Rätsel der Natur lösen.

«Wir haben schon jetzt ein sehr hohes Entdeckungspotenzial», sagte die Cern-Expertin Fabiola Gianotti. «Wir werden wahrscheinlich schon im nächsten Jahr etwas Grossartiges entdecken.» Der «Large Hadron Collider» (LHC) war am 10. September 2008 mit einem Bilderbuchstart in Betrieb gegangen.

Über ein Jahr lang abgeschaltet

Neun Tage später legte jedoch eine schwere Panne im Kühlsystem den unterirdischen Beschleuniger lahm. Zur offiziellen Eröffnung im Oktober vergangenen Jahres war die Anlage abgeschaltet. Die Reparaturarbeiten dauerten länger als zunächst erwartet. Erst nach mehr als einem Jahr wurde die Maschine nun wieder in Betrieb genommen. (cpm/sda/)

Erstellt: 24.11.2009, 08:19 Uhr

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