ARD: «Das Schweizer Tor war Abseits»
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 17.06.2010
Beckmann und der frühere DFB-Nationalspieler Scholl, bei Bayern München einst Schützling von Ottmar Hitzfeld, konsultierten bei ihrer Matchanalyse eine Spezialkamera, die das Geschehen im spanischen Strafraum von oben gefilmt hatte. Ihr überraschender Schluss: Gelson Fernandes stand beim goldenen Schweizer Treffer im Abseits, da Eren Derdiyok den Ball im Fallen mit der Hacke noch abgelenkt hatte. Dies sei aus der Perspektive des englischen Schiedsrichters Howard Webb aber unmöglich zu erkennen gewesen.
Die beiden TV-Leute betrachteten die Situation grundsätzlich richtig. Sie übersahen vor lauter Spitzfindigkeit aber, dass Webb vor Derdiyoks unfreiwilligem Zuspiel zweimal Gelegenheit gehabt hätte, Penalty für die Schweizer zu pfeifen. Zum einen warf sich Goalie Casillas dem anstürmenden Leverkusen-Söldner mit gestreckten Beinen entgegen, zum anderen stoppte Piqué den Ball auf dem Boden liegend auch noch mittels Handspiel.
Dass Webbs Pfeife stumm blieb, war also zumindest ausgleichende Gerechtigkeit. Auf dem Feld kam es auch zu keinerlei Protesten seitens der Spanier, deren Presse und TV-Stationen thematisierten den ausgebliebenen Offside-Entscheid mit keinem Wort. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 16.06.2010, 19:21 Uhr








