Frei und die Medien – Was passiert heute?
Von Sascha Rhyner, Bloemfontein. Aktualisiert am 24.06.2010 4 Kommentare
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Eigentlich ist es normal, dass der Captain am Tag vor einem WM-Spiel an der offiziellen Medienkonferenz im Stadion auftritt. Genau das passiert heute Abend um 19.15 Uhr. Speziell daran ist aber, dass Alex Frei seit dem Spiel gegen Italien – also rund drei Wochen – keine öffentlichen Auftritte mehr hatte. Vor dem Spiel gegen Spanien sass Philippe Senderos neben Hitzfeld in der Medienkonferenz. Frei war verletzt und seine Anwesenheit macht auch keinen Sinn.
Vor dem Spiel gegen Chile meldete sich Frei zwar wieder zurück, doch wollte ihn Hitzfeld nicht vor die Medien bringen, um ihn auch zu schützen. «Ich entschied erst ganz spät, dass Alex auch tatsächlich spielen wird», begründete der Trainer. Im dritten Spiel nun kommt Frei. Dafür wird Hitzfeld die eigentlich obligatorische Medienkonferenz schwänzen. Den Rüffel der Fifa wird der 61-jährige Deutsche locker verkraften.
Kühle Begegnung erwartet
So weit ist der Auftritt von Frei heute Abend (Tagesanzeiger.ch/Newsnet wird live berichten) nichts Besonderes. Doch weil Frei auch in den vergangenen Tagen die Journalisten mied und in der Mixed Zone nach den Spielen lustlos an ihnen vorbei ging, kam Kritik am Captain auf. Vor allem nach der Niederlage gegen Chile war ein kurzes Statement von ihm, der schon nach 42 Minuten der roten Karte gegen Behrami und der Taktik zum Opfer gefallen war, mehr als erwartet worden.
Dass nun heute Gerüchte aufkommen, er könne am Tag vor dem wichtigsten WM-Spiel seinen Rücktritt bekannt geben, mutet doch eigenartig an. In einem Interview mit «20 Minuten» hatte der 31-Jährige zwar schon lange angekündigt, dass seine Nationalmannschaftskarriere nach der WM beendet sein könnte. Erklärt er dies heute Abend, würde er gleichsam auch die persönlichen Interesse über jene des Teams stellen.
Dass eine eher kühle Atmosphäre herrschen wird ist hingegen anzunehmen. Alex Frei ist einer jener Spieler, die jeden Satz in den Medien genau verfolgen und aufsaugen. Die Kritik an seiner Person wird ihm nahe gegangen sein. Schon länger kritisiert er, dass ihm nicht der verdiente Respekt entgegengebracht wird. 76 Länderspiele, 40 Tore und dazu Torschützenkönig in der Ligue 1 mit Rennes, regelmässiger Torschütze in der Bundesliga bei Borussia Dortmund sind sein beachtlicher Leistungsausweis. Spätestens aber seit der Rückkehr in die Schweiz zum FC Basel und Pfiffen in den gegnerischen Stadien wittert Frei allenthalben mangelnden Respekt ihm gegenüber. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 24.06.2010, 18:20 Uhr
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4 Kommentare
Man kann von Frei halten was man will-er ist ganz sicher kein Sympathieträger à la Chapuisat,doch seine Leistungen für die Schweiz sind unbestritten.Ohne ihn hätte die Schweiz es wohl kaum an die WM 2010 geschafft;wer hätte da schon seine Tore schiessen sollen-Nkufo? Leider hat er regelmässiges Grosswettkämpfe-Verletzungspech-trotzdem: Wer auf Frei rumhackt soll doch selber mal 40 Tore schiessen.. Antworten





