WM 2010

Hat Villas skandalöser Freispruch Folgen für die Schweiz?

Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 24.06.2010 61 Kommentare

Das Spiel zwischen Spanien und Honduras müsste eigentlich ein Nachspiel mit Konsequenzen haben. Spaniens Torjäger David Villa hatte seinem Gegenspieler Emilio Izaguirre ins Gesicht geschlagen.

Die heisse Szene: Kurz nach seiner Tätlichkeit an Izaguirre spielt Villa den Unschuldigen.

Die heisse Szene: Kurz nach seiner Tätlichkeit an Izaguirre spielt Villa den Unschuldigen.

Dafür hätte es eigentlich zwingend Rot geben müssen. Nachdem der japanische Schiedsrichter Nishimara die Tätlichkeit im Spiel nicht gesehen hatte, plädierten die Fifa-Richter trotz Studium der TV-Bilder auf Freispruch für den Übeltäter. «Die Disziplinarkommission hat keinen Grund gesehen, weitere Untersuchungen anzustellen und ein Verfahren zu eröffnen», sagte Fifa-Sprecher Pekka Odriozola. Warum schaut die Fifa bei einem spanischen Europameister einfach weg? Unverständlich auch: Nishimura wird vom Weltverband auch noch belohnt. Er darf heute die Partie Paraguay gegen Neuseeland leiten.

Spaniens Trainer Vicente del Bosque hat sich Villa vorgeknöpft: «Alle Spieler sollten sich bewusst sein, dass ein solcher Vorfall ein Akt der Dummheit ist und der Mannschaft grossen Schaden zufügen kann.» Auch Villa selbst hat sich einen Fehler eingestanden. «Ich bin nicht gerade stolz darauf», sagte er reumütig.

Die möglichen Folgen für die Schweiz

Morgen spielen die Spanier in der Schweizer Gruppe gegen Tabellen-Leader Chile. Der zurzeit stärkste Spanier Villa, der gegen Honduras beim 2:0-Sieg beide Treffer erzielt und einen Elfmeter verschossen hatte, ist spielberechtigt. Das könnte im Kampf um die Qualifikation für den Achtelfinal ausschlaggebend sein. Hat Villas Freispruch sogar Folgen für die Schweiz? Im Gegensatz zu den Iberern muss der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld in der Begegnung gegen Honduras auf Valon Behrami verzichten. Dieser war in der Partie gegen Chile mit einem fragwürdigen Platzverweis belegt worden.

Ein mögliches, schlimmes Szenario für die Schweiz: Die Schweiz spielt gegen Honduras 1:1. In der anderen Partie läuft das Spiel noch, und Villa trifft in der letzten Sekunde für Spanien zum 1:1-Ausgleich. Dann wären Chile und Spanien qualifiziert – und die Schweiz draussen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.06.2010, 13:06 Uhr

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61 Kommentare

Eric Laubach

24.06.2010, 13:17 Uhr
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Skandalös war eigentlich nur der Beton-Stil der Schweiz. Dass Villa sich dagegen wehrt, wenn ein Mitspieler sich absichtlich auf dessen Fuß stellt, ist ja wohl klar. Antworten


Michel Naval

24.06.2010, 16:00 Uhr
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Ich bin nicht so der Meinung das Spanien, als Europameister favorisiert damit sie die Achtelfinale erreichen. Bedenkt doch bitte, dass derselbe Schiri, der die Tätlichkeit von Villa übersah, auch zwei Penaltys für Spanien übersah. Angenommen Sie würden nicht auch verschossen wie das einte Penalty, wäre das Ergebnis 4:0, was für den Einzug in die Achtelfinale Matchentscheidend sein könnte. Antworten