Hitzfeld kippt Alex Frei aus der Startformation
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 25.06.2010 47 Kommentare
Die Formationen
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Im Fall von Hakan Yakin wird Ottmar Hitzfeld konsequent bleiben und diesem weiterhin die Jokerrolle übertragen. Aber wie löst der Mathematiklehrer die Aufgabe mit Frei, seinem Captain, der in 76 Länderspielen 40 Tore erzielt hat?
Kaum einer kennt Hitzfeld so gut wie Erich Vogel. Der ehemalige Sportchef von GC, dem FCZ und Basel war einst beim FC Aarau und GC auch Hitzfelds Chef. Vogel hat zurzeit zwar keinen Kontakt zu seinem ehemaligen Trainer. Doch er kann dessen Gedankengänge trotzdem sehr wohl nachvollziehen. «Keiner kann den Puls innerhalb einer Mannschaft besser fühlen als Hitzfeld», sagt der Fussballexperte vom Teleclub. Hitzfeld würde alles registrieren, was sich in einer Gruppe abspiele.
Frei zurzeit mit sich selbst beschäftigt
Zur Problematik um Alex Frei macht sich Vogel seine Gedanken. «Alex war lange verletzt. Nach seinem Armbruch hat er sich auch noch eine schwere Fussverstauchung zugezogen», so Vogel. Frei sei offenbar wieder gesund. Was ihm aber sicher noch fehlt, ist der Spielrhythmus», so Vogel. «Frei ist ein Spieler, der seine Kollegen anfeuert, sie motiviert, sie aber auch zusammenstaucht und korrigiert, wenn es nicht funktioniert», sagt Vogel. Frei sei unglaublich ehrgeizig und auch ein hervorragender Captain. «Zurzeit kann er sein Amt aber nicht so ausüben, wie er sich das vorstellt» so Vogel. Frei sei zurzeit vorwiegend mit sich selber beschäftigt.
Jetzt würde es für Hitzfeld wohl darauf ankommen, wie die anderen Spieler über Frei denken. «Auch das wird Hitzfeld herauszufinden versuchen», vermutet der Zürcher. Dazu werde Hitzfeld das Gespräch mit anderen Spielern suchen. «Wenn er dabei herausfindet, dass die Mannschaft Frei unbedingt will und geradezu nach ihm verlangt, dann wird er spielen und sonst nicht.»
Nicht alle Spieler stehen hinter dem Captain
Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat aus aus dem Umfeld der Nationalmannschaft erfahren, dass offenbar nicht mehr alle Spieler bedingungslos hinter Alex Frei stehen. Der Basler ist nach seiner Auswechslung im Spiel am vergangenen Montag gegen Chile abgetaucht, verweigerte jegliche Interviews und spielte bis am Donnerstag die beleidigte Diva. Diese Haltung soll auch bei einigen Spielern nicht sonderlich gut angekommen sein. «Bis jetzt hat das immer noch der Trainer entschieden», sagte Frei an der Pressekonferenz am Donnerstag, als er sein Schweigen brach. Er habe immer gesagt, er werde sich in den Dienst der Mannschaft stellen. Hitzfeld würde die Spannung hochhalten und die Aufstellung erst drei Stunden vor dem Spiel bekannt geben. Entschieden hat er sich im Kopf aber schon früher. Und das gegen Frei.
Es beginnt die Elf, die Spanien besiegt hat
Wenn sich bis heute Abend um 20. 30 Uhr keiner mehr verletzt oder krank wird, dann wird gegen Honduras mit Ausnahme des verletzen Senderos die gleiche Elf einlaufen, die Spanien mit 1:0 besiegt hatte. Im Tor steht Benaglio. Die Abwehr bilden Lichtsteiner, Von Bergen, Grichting und Ziegler. Im defensiven Mittelfeld soll das Duo Huggel und Captain Inler für Stabilität sorgen. Über die Flanken sollen Barnetta und Fernandes für Druck sorgen. Die einzige Sturmspitze Nkufo wird durch den leicht hängenden Derdiyok unterstützt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 25.06.2010, 12:17 Uhr
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47 Kommentare
Wir (auch die Trainer) fallen immer wieder drauf rein: Die Presse sucht den Konflikt, schürt das Feuer, macht Druck und provoziert Eklats. Dabei ist es so einfach: Verdienste und Leistungen in der Vergangenheit bleiben, sind aber im Leistungssport unwesentlich für das aktuelle Aufgebot. Mein Credo: Fitness und Form vor Namen und Denkmalschutz ! Negativ-Bespiel ? Italien, gestern ! Hopp Schwiiz Antworten
@Fritz Meier: Herr Schifferle und Herr Niggl versuchen halt krampfhaft, jede aufkommende positive Stimmung im Keim zu ersticken. Weil sie genau wissen, dass 70% aller Eventfusballfans ihre Halb- und Unwahrheiten für voll nehmen und so oder so nachplappern. Kritische Kommmentare wie zu der nicht richtig wiedergegebenen Pressekonferenz werden nicht mal mehr veröffentlicht.. Einfach Unterirdisch! Antworten





