Ist das die Nati der Zukunft?
Von Sascha Rhyner, Vanderbijlpark. Aktualisiert am 27.06.2010 33 Kommentare
Spielt die Schweiz so gegen England?
Stichworte
Das Reservoir an Spielern, so sagte es der Nati-Delegierte Peter Stadelmann, ist in der Schweiz nicht riesig. Und Ottmar Hitzfeld wird von einem totalen Umbau des Nationalteams absehen. Auch weil die Zeit zu knapp ist. Blaise Nkufo, Ludovic Magnin und vermutlich auch Benjamin Huggel und Hakan Yakin werden aus dem Kreis der Nationalmannschaft verschwinden. Neue Namen wird Hitzfeld nicht aus dem Ärmel schütteln können. Einen Jonathan Rossini wird es wohl nicht mehr geben.
In den Dunstkreis der höchsten SFV-Auswahl dürften erstmals Fabio Daprelà, François Affolter und Nassim Ben Khalifa sowie wieder Blerim Dzemaili und Valentin Stocker geraten. Vor allem an den beiden Letzten dürfte in Zukunft kein Weg vorbeiführen. Dzemaili hat sich von seinen Verletzungen gut erholt und ist in Parma zu einer Stammkraft in der Serie A geworden. Und Stocker darf sich ruhig als kleiner Gewinner dieser WM fühlen.
Karriere-Ende für Djourou?
An Diego Benaglio führt kein Weg vorbei. Seine Position scheint auf Jahre hin gesichert. In der Abwehr ist die Frage, ob sich Steve von Bergen nach seinen guten Leistungen an der WM in der Startformation halten kann, ob Stéphane Grichting tatsächlich weitermacht – es gibt keine anderen Zeichen – und ob sich Philippe Senderos bei Fulham allenfalls auch ohne Fürsprache von Roy Hogdson durchsetzt. Das grösste Fragezeichen ist das eigentlich fraglos grösste Schweizer Talent: Johan Djourous Knieprobleme sind noch nicht überstanden und er fürchtet, so war in Südafrika zu vernehmen, gar um die Fortsetzung seiner Karriere.
Auf den Seiten hat Hitzfeld hinter Stephan Lichtsteiner und Reto Ziegler kaum Alternativen. Möglich, dass Valon Behrami wieder aus dem Mittelfeld zurückgezogen wird. Und der Remplaçent Zieglers dürfte wohl der frühere GC-Junior Daprelà werden, der in der letzten Saison bei West Ham erstmals etwas Premier-League-Luft schnuppern konnte.
Vier Namen für den Sturm
Im Mittelfeld ist Behrami gesetzt, wenn er nicht Verteidiger spielt. Sollte dies der Fall sein könnten Xherdan Shaqiri und Valentin Stocker eine unbekümmerte Basler Flügelzange bilden. Im Zentrum wird Hitzfeld von Gökhan Inler, seinem Führungsspieler, nicht abrücken. Pirmin Schwegler oder Gelson Fernandes könnten Inlers Sekundant sein. Oder auch Blerim Dzemaili, der bisher nicht in der Gunst Hitzfelds stand.
Im Angriff bietet sich Hitzfeld mit dem wieder genesenen Marco Streller, den aufstrebenden Eren Derdiyok, dem Rekordtorschützen Alex Frei und dem Jungstar Ben Khalifa eine gewisse Auswahl. Es wird die Frage sein, wie sich der U-17-Weltmeister in Wolfsburg durchsetzen wird, wo das Klima deutlich rauer ist als in der beschaulichen Super League. Und auch das zweite Jahr Derdiyoks bei Leverkusen dürfte nicht einfacher werden als seine Debüt-Saison. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 27.06.2010, 13:18 Uhr
Kommentar schreiben
33 Kommentare
Endlich wird die Akte Dzemaili aufgenommen, er hatte ja bereits mit Inler beim FCZ hervorragend harmoniert, bringt spielerische Klasse & Torgefahr. Zudem muss Shaqiri Ziegler ersetzen, damit haben wir mehr Schuss- &Freistossgefahr . Die Mannschaft sehe ich so: Benaglio, Lichtsteiner, Senderos, Djourou (Grichting), Shaqiri; Berahmi, Dzemaili, Inler, Barnetta (Stocker); Streller (Frei), Derdyok. Antworten
Mir egal welche Aufstellung Hitzfeld macht. Aber Frei hat zwar viel die Nati aber bin nicht mehr dafür, dass man ihn aufstellt. Junge aufbauen. Wie nach jeder WM braucht es eine Zäsur. Und lieber nie mehr für einen Wettbewerb qualifizieren, da braucht man sich nicht mehr aufzuregen. Bis jetzt immer diesselben Querelen um Frei. Wann hat mal endlich ein Trainer der Mut und baut einen Jungen auf. Antworten





