Wer soll die zwei Tore gegen Honduras schiessen?
Von Sascha Rhyner, Bloemfontein. Aktualisiert am 25.06.2010
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Zweimal spielte die Schweiz an dieser WM ultradefensiv. Freude daran hatten die neutralen Beobachter mit Bestimmtheit nicht. Doch letztlich zählen die Resultate; einen Schönheitspreis gibt es nicht zu gewinnen. Gegen Honduras ist die Ausgangslage anders. «Wir müssen gewinnen. Deshalb müssen wir auch nach vorne spielen», verspricht Hitzfeld.
Die defensive Ausrichtung gegen Spanien sei so geplant gewesen. «Gegen Chile wollten wir eigentlich offensiver spielen, aber nachdem wir schon nach einer halben Stunde mit einem Mann weniger spielen mussten, war das dann die logische Folge», führte Hitzfeld aus. Man könne als Schweiz gegen Spanien und auch Chile nicht einfach mitspielen. «Wenn ich Trainer von Brasilien wäre, dann würde ich auch offensiv spielen lassen», meinte der Deutsche.
«Werde mich selbst programmieren»
Dass die Schweiz in nunmehr sieben Partien und seit dem 3:0 in Luxemburg höchstens noch ein Tor im Spiel erzielte, beunruhigt Hitzfeld ebenso wenig wie die Tatsache, dass der letzte Treffer eines Stürmers noch weiter zurückliegt. Am 9. September 2009 schossen Alex Frei und Eren Derdiyok in Lettland die Tore zum 2:2. «Ich bin immer ein Optimist», antwortete Hitzfeld auf die entsprechende Frage. «Ich werde mich selbst programmieren. Ich glaube an mein Team, an meine Offensivspieler», sagte der 61-jährige Lörracher.
Und er schob nach, dass er auch an seine Defensivleute glaubt. Schliesslich hat Hitzfeld immer auch auf der Rechnung, dass die Tore nach Freistössen und Eckbällen fallen können. Wie eben gegen Luxemburg, als zweimal Senderos und Huggel nach stehenden Bällen Treffer schossen. Mindestens zwei Tore müssen es auch gegen Honduras sein. «Ich bin überzeugt, dass wir diese Marke erreichen werden», sagte Hitzfeld.
Wer spielt im Angriff?
Alex Frei trat gestern an der offiziellen Pressekonferenz vor dem Spiel auf. Bedeutet das nun, dass er auch von Beginn an spielen wird? Muss Eren Derdiyok, der gegen Spanien so stark war, erneut die bittere Pille des Ersatzspielers schlucken? Oder stürmen gar Frei und Derdiyok zusammen? Oder gibt es gar, wie gestern auch noch das Gerücht die Runde machte, einen Drei-Mann-Sturm mit Nkufo, Frei und Derdiyok?
Hitzfeld liess sich wie gewohnt nicht die Karten schauen. Gut möglich, dass sein Assistent Michel Pont über die welschen Journalisten wieder einige Nebelgranaten streute. Vor dem Spiel gegen Spanien war dies mit Pirmin Schwegler der Fall gewesen. An seinem System wird Hitzfeld kaum etwas ändern – das haben die letzten Partien verdeutlicht.
Allerdings hat Derdiyok auch schon auf der Seite im Mittelfeld gespielt und der Leverkusen-Stürmer wäre die offensivere Variante als Gelson Fernandes. Um 19 Uhr muss Hitzfeld seine Aufstellung offziell bekannt geben. Schweizer Topskorer 2010 ist übrigens Gökhan Inler – mit zwei Toren. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 25.06.2010, 10:29 Uhr





