Busaccas Rote Karte sorgt für rote Köpfe im TV-Studio
Von Sascha Rhyner, Vanderbijlpark. Aktualisiert am 17.06.2010
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Die Schweiz stand auch in Südafrika heute im Mittelpunkt. Allerdings nicht des historischen Coups gegen Spanien wegen. Vielmehr zog Massimo Busacca den Zorn der Gastgeber auf sich. Im Frühstücks-Fernsehen von SABC waren sich die Experten ziemlich einig: Die Rote Karte gegen Itumeleng Khune, den südafrikanischen Keeper, im Spiel gegen Uruguay sorgt bei den Anhängern von «Bafana Bafana» für hochrote Köpfe.
Südafrikas Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira hatte die Tonalität unmittelbar nach dem Spiel diktiert, als er Busacca als schlechtesten Schiedsrichter an diesem Turnier abkanzelte. «Ich hoffe, wir sehen ihn nie wieder», giftelte der Brasilianer. Und TV-Experte David Kekana schlug am Morgen danach in die gleiche Kerbe.
«Bad, bad decision»
«Dieser Buccasa (sic!) aus der Schweiz. Er lachte nicht, hatte kein Gespür für die Spieler», wetterte Kekana, der für SABC die Spiele analysiert. «Suarez stand im Offside, deshalb dürfte es gar nie zu dieser Situation kommen», fand er weiter. Owen da Gama, Trainer der Celtics aus Bloemfontein, sprach von einer «unfairen Roten Karte», entgegnete aber, dass kein Offside vorgelegen hatte.
«Beim Pass war es tatsächlich kein Offside, aber dann wird der Ball noch von einem Uruguay-Spieler abgelenkt, deshalb wurde es zu einer Offside-Situation», hielt Kekana fest. Und: «Das müssen der Schiedsrichter und seine Assistenten sehen.» Er forderte deshalb ultimativ die Einführung moderner Technologien, um solche Fehler künftig vermeiden zu können.
Dass schliesslich Luis Suarez dem ausgestreckten Fuss von Khune nicht auswich, verstand Isac Kungwane. «Als Stürmer muss man in einer solchen Situation fallen», meinte der TV-Experte, der im Gegensatz zu seinem Kollegen im TV-Studio die Leistung der Südafrikaner kritisierte. Die Rote Karte war daher nur die viel zu strenge, aber reglementarisch korrekte Folge für den südafrikanischen Keeper. Kekana hatte nur ein Urteil: «Bad, bad decision.» Eine ganz schlechte Entscheidung. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 17.06.2010, 15:13 Uhr





