«Die schwersten Stunden meiner Karriere»

Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 13.07.2010

Für Schiedsrichter Howard Webb war der WM-Final eine Qual. Das gestand der Brite gegenüber einem Freund.

In der Zange: Schiedsrichter Webb muss sich gegen die Proteste von Ramos (l.) und Van Persie behaupten.

In der Zange: Schiedsrichter Webb muss sich gegen die Proteste von Ramos (l.) und Van Persie behaupten.
Bild: Keystone

«An diesem Sonntagabend habe ich die schwersten beiden Stunden meiner gesamten Laufbahn durchgemacht», so Webb. «Ich bin psychisch und körperlich ausgelaugt.» Den Montag verbrachte der Unparteiische, der am Mittwoch seinen 39. Geburtstag feiert, im offiziellen Referee-Quartier der Fifa in der Nähe von Pretoria. Am Dienstag reiste er zusammen mit seinen Assistenten zurück in die Heimat.

Webb musste sich nach dem Final zwischen Spanien und Holland (1:0) vor allem von Seiten der Holländer harte Kritik gefallen lassen. Immerhin blieben Auswüchse wie an der Euro 2008 bislang aus. Damals erhielt der Schiedsrichter Morddrohungen, weil er in der Partie Österreich - Polen in der letzten Minute einen Elfmeter für die Österreicher gepfiffen hatte.

Neu mit Psychologen

An der WM in Südafrika standen den Referees zwei Psychologen zur Verfügung. «Sie schulen uns, mental stark zu sein. Und stark zu bleiben, auch nach einem Fehler», erklärte Webb in einem Interview vor dem Turnier.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.07.2010, 13:52 Uhr



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