Ein weiterer Fehlentscheid lässt Mexiko toben
Aktualisiert am 28.06.2010 21 Kommentare
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Videobeweis
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Schon am Nachmittag hatten sich die Gemüter ob eines Schiedsrichterentscheids massiv erhitzt. England sah sich im Spiel gegen Deutschland durch einen Fehlentscheid von Ref Larrionda um die Viertelfinalqualifikation gebracht und dies nicht zu Unrecht, denn Frank Lampards Schuss hatte die Torlinie deutlich überquert. Über die Wirkung des nicht gegebenen Tores lässt sich freilich nur spekulieren, vor allem weil die Leistung der Deutschen äusserst beeindruckend war und ein allfälliger Ausgleich noch lange nicht den Sieg bedeutet hätte.
Trotzdem, der Trainer der «Three Lions», Fabio Capello, tobte zu Recht: «Wir haben Fehler gemacht – aber der Schiedsrichter hat einen noch grösseren gemacht.» Sicher ist: Keine Mannschaft, kein Trainer und kein Fan der Welt will, dass Spiele von kapitaler Bedeutung durch Fehler des Unparteiischen entschieden werden. Es ist ebenfalls klar, dass die Diskussion um elektronische Hilfsmittel, sprich Videobeweis, wieder neuen Auftrieb erhalten wird.
Tevez stand im Abseits
Ein solcher Videobeweis wäre im Spiel zwischen Argentinien und Mexiko sicherlich von Nutzen gewesen, obwohl die Abseitsposition von Carlos Tevez auch ohne «Hawk Eye» erkennbar war. Goalie Oscar Pérez hatte einen Ball vor die Füsse von Lionel Messi geklärt, welcher Tevez mit einem Heber anspielte. Der Stürmer von Manchester City verwertete diese Vorlage mit dem Kopf, stand dabei aber weit im Abseits. Die mexikanischen Spieler protestierten heftigst beim Linienrichter, so dass auch Ref Roberto Rosetti alle Hände voll zu tun hatte. Nach dem Pausenpfiff gab es vor dem Kabinengang gar ein Handgemenge. Der Frust war verständlich: Die 1:0-Führung für Argentinien kam zu einem Zeitpunkt, in dem die Mexiko die Mannschaft mit den besseren Chancen war.
Die Mexikaner geschockt
Völlig geschockt von der Fehlentscheidung brachten die Mexikaner kein Bein mehr vor das andere und mussten nur kurz nach dem 1:0 ein weiteres Tor hinnehmen. Javier Aguirre, der Trainer der Mexikaner meinte nach dem Spiel: «Ich möchte nicht zu viel über die Schiedsrichter sagen. Aber nachdem der Schiedsrichter das Tor gegeben hat, das Abseits war, haben wir unsere Konzentration verloren.» Zwar verdiente sich Argentinien die Führung nachträglich mit einer Leistungssteigerung, trotzdem hinterlässt die Viertelfinalqualifikation der «Albiceleste» einen bitteren Nachgeschmack.
Die umstrittensten Entscheide der WM
| Spiel | Schiedsrichter | Entscheid | Fehler | Diskutabel | Einfluss aufs Spiel |
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Erstellt: 27.06.2010, 23:51 Uhr
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21 Kommentare
Früh dran waren die Römer mit Panem et circenses (Brot und Spiele). geändert hat seither praktisch nichts, nur die Akteure sind zwangsläufig andere. Ich frage mich nur, weshalb so viele Menschen sich all das antun lassen und wohl mehr an Reklame leiden als an falschen Schiedsrichterentscheiden oder verlorenen Matches. Andrew Jennings hat den Sumpf hinterleuchtet - wer ahmt's nach? Antworten





