Englands Goalie schenkt den USA ein 1:1
Von Stephan Roth. Aktualisiert am 12.06.2010
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
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Die europäischen Teams warten an der WM weiter auf den ersten Sieg. Wie Frankreich und Griechenland siegte auch England beim 1:1 gegen die USA im ersten Spiel noch nicht.
Die Engländer erwischten zwar einen Blitzstart und gingen bereits nach dreieinhalb Minuten durch Captain Steven Gerrard in Führung. Das Startfurioso erwies sich aber nur bloss ein Strohfeuer. Die Engländer verfielen in Passivität und kassierten dafür in der 40. Minute die Quittung in Form des Ausgleichs.
Das 1:1 entsprang einem Geschenk des 30-jährigen Keepers Robert Green, der einen harmlosen, saftlosen Schuss von Clint Dempsey aus über 20 m behändigen wollte, den Körper aber nicht hinter den Ball brachte. Green hechtete dem Ball noch hinterher, musste jedoch fassungslos mitansehen, wie der Ball ins Tor rollte.
Robert Green setzte die lange Tradition englischer Goalie-Flops fort. Alles begann vor zehn Jahren mit David Seaman. Auf Seaman (floppte letztmals an der WM 2002) folgte David James (floppte regelmässig), auf James folgte Paul Robinson (war 2007 gegen Kroatien von einem Rückpass überfordert, was England die Qualifikation für die Euro kostete) und auf Robinson nun Green. Praktisch jede Rochade im englischen Tor ergab sich aus einer kapitalen Fehlleistung der vorherigen Nummer 1. Die obige Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Nach der Pause erspielte sich England zwar Vorteile, auch die Amerikaner, die vor einem Jahr am Confed-Cup als einzige in den letzten drei Jahren Europameister Spanien schlugen, kamen aber zu Möglichkeiten. In der 65. Minute konnte Goalie Green einen Schuss von Jozy Altidore an den Pfosten lenken.
In der Gruppe C spielen neben England und den USA noch Algerien und Slowenien. England trifft im nächsten Spiel am Freitag auf Algerien. (Si) -
Abpfiff
Es gibt keinen Wechsel mehr. Herculez Gomez bleibt draussen. Das Spiel endet 1:1.
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94'
Die Amerikaner sind zufrieden mit dem 1:1. Howard spielt auf Zeit. Und Trainer Bradley will wechseln...
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91'
4 Minuten Nachspielzeit werden angezeigt.
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90'
Eckball für die USA.
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87'
Die Amerikaner verteidigen leidenschaftlich und kontern stets sofort. England fehlt die Kreativität. Und ein guter Torhüter.
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86'
Wechsel
Letzter Wechsel bei den USA: Holden kommt für Altidore.
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82'
Gerrard und Lampard leisten sich im englischen Mittelfeld zu viele Fehlpässe.
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79'
Jetzt bringt Capello 2-Meter-Mann Crouch für Heskey.
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78'
Corner für England.
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78'
Wechsel
Wechsel bei den USA: Findley geht, Buddle kommt.
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77'
Kopfballchance für Heskey. Doch der englische Stürmer kann den Ball nicht drücken.
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76'
Corner für England. Rooney schiesst aus spitzem Winkel. Howard hält.
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75'
Rooney schiesst aus dem Stand. Gefährlich! Knapp daneben. Und danach legt er auf Wright-Phillips ab. Doch der Flügel von Manchester City vergibt die Chance kläglich.
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74'
Der Amerikaner kommt gegen Gerrard zu spät und wird verwarnt.
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72'
Erstmals sind die englischen Fans zu hören. «God save the Queen» erklingt und übertönt die Vuvuzelas.
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70'
Rooney ist noch nicht richtig ins Spiel gekommen.
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66'
Johnson hat sich eine blutige Lippe eingehandelt und wird nun vom Schiedsrichter zur Pflege vom Feld geschickt.
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65'
Die Chance für die USA! Altidore läuft Carragher um die Ohren und scheitert an Green, der den Ball an den Pfosten lenkt!
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64'
Beim Eckball kann Johnson den Ball annehmen, verfehlt mit seinem Schuss aber das Tor.
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63'
Distanzschuss von Lampard. Howard reisst die Fäuste hoch. Corner.
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62'
Chance für die USA. Bocanegra verfehlt das Ziel.
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61'
Gelbe Karte
Die Engländer kommen nicht in Schwung. Gerrard steigt mit gestreckter Fusssohle ein und wird ebenfalls verwarnt.
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60'
Gelbe Karte
Carragher fräst Findley um und wird verwarnt.
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52'
Lennon schickt Heskey steil. Der bullige Stürmer schiesst aber in die Arme von Howard. Das war ein grosse Chance für England.
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51'
Rooney löst sich und kommt zu einer Chance. Doch kein Grund zur Aufregung: Der Starstürmer startete aus Abseitsposition. Das zeigte zumindest der Schiedsrichterassistent an.
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50'
Capello scheint sein Team in der Pause wachgerüttelt zu haben. Die Engländer sind jetzt weit aktiver. In den ersten Minuten der 2. Halbzeit zumindest.
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49'
Lennon dribbelt sich an der Grundlinie durch. Sein Pass findet aber keinen Abnehmer.
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47'
Gelbe Karte
US-Verteidiger DeMerit sieht nach einem Handspiel Gelb.
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46'
Wechsel
Englands Trainer Capello musste ein zweites Mal wechseln. King blieb draussen. Jetzt spielt Carragher.
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Anpfiff
Weiter geht's!
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Robert Greens Fehlgriff wird in der wirklich nicht armen englischen Geschichte der Torhüter-Flops einen Ehrenplatz einnehmen.
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Abpfiff
Pausenstand: England 1, USA 1.
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45'
Die Geschichte von englischen Torhütern, die haarsträubende Fehler produzieren, scheint zur unendlichen Geschichte zu werden. Sie erinnern sich an bestimmt noch an jenen von Carson gegen Kroatien, der den Engländern die EM-Teilnahme 2008 kostete.
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40'
Tor!
1:1
DEMPSEY! Was für ein Riesenfehler von Englands Torhüter Robert Green! Der Keeper von West Ham United liess einen Schuss von Clint Dempsey durchflutschen.
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39'
Gelbe Karte
Cherundolo legt Wright-Phillips und wird verwarnt.
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39'
Donovans Schuss verfehlt das Ziel knapp. Das war nicht ungefährlich.
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37'
Rooney bewegt sich viel, konnte aber noch keine Akzente setzen.
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35'
Eckball für die Engländer, die jetzt wieder druckvoller spielen. Die US-Abwehr kann klären.
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31'
Wechsel
Milner, der nicht fit ins Spiel gegangen war und schon verwarnt wurde, überlässt seinen Platz Shaun Wright-Phillips.
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29'
Johnson zieht den Ball gefährlich vors Tor. Torhüter Howard kann retten, knallt aber mit Heskey zusammen. Der US-Keeper muss gepflegt werden. Eben wurden die Bilder des Eckballs noch einmal gezeigt. Und da war zu sehen, dass Terrys Trikots sehr stark gezogen wurde.
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28'
Corner für England.
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27'
Donovan zieht den Ball vors Tor, wo Onyewu mit dem Kopf rankommt, das Tor aber verfehlt.
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26'
Gelbe Karte
Der Engländer Milner wird nach einem Foul verwarnt.
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25'
King fängt einen Pass von Altidore auf Findley ab. Der Verteidiger von Tottenham kämpft seit Jahren mit Verletzungsproblemen und konnte diese Saison oft nur spielen, aber nicht trainieren.
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23'
Ich hätte nicht gedacht, dass selbst bei einem Spiel der Engländer fast nur die Vuvuzelas zu hören sind.
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20'
Lennon dringt in den amerikanischen Strafraum ein, doch sein Querpass wird abgefangen. Rooneys Distanzschuss ist darauf harmlos.
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19'
Die Ausgleichschance für Altidore. Der Stürmer, der mit Hull aus der Premier League abgestiegen ist, erwischt den Kopfball nach einer Donovan-Flanke nicht optimal.
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13'
Corner für die USA. Und noch ein Eckball. Und noch einer.
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12'
Bemerkenswert an Gerrards Treffer war die Vorbereitung. Denn dass Emile Heskey im Team steht, können viele in England nicht begreifen. Bei Aston Villa ist der stämmige Stürmer nur Ersatzspieler.
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11'
Dempsey kommt mit dem Kopf an den Ball. Der englische Torhüter Green hält.
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10'
Corner für England. Hands von Johnson.
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4'
Tor!
1:0
GERRARD! Nach einem schönen Pass von Heskey versenkte Captain Steve Gerrard sicher. Das war schön und schnell gespielt von den Engländern. Gerrard hat das Captain-Amt geerbt, nachdem Terry wegen seiner Eskapaden abgesetzt wurde und dessen Nachfolger Ferdinand verletzt abreisen musste.
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2'
USA-USA-Rufe durchbrechen den Klang der Vuvuzelas.
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Anpfiff
Der Brasilianer Carlos Simon pfeift das Spiel an, nachdem England die Platzwahl gewonnen hat.
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Die Mannschaften treten aufs Feld und stellen sich für die Hymnen auf.
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Die Teams stehen im Kabinengang bereit.
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Persönlich traue ich den USA gegen England viel zu. Das Team von Vater und Sohn Bradley kennt keine Komplexe und überzeugte letztes Jahr beim Confed Cup in Südafrika, wo erst Brasilien im Final die Amerikaner stoppen konnte.
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Die Hoffnungen der englischen Fans ruhen natürlich auf Wayne Rooney, der an der Seite von Emile Heskey stürmen wird. Da fragt man sich, ob der Angreifer von Manchester United dem immensen Druck gewachsen ist.
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Die Aufstellungen
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England nimmt am Samstagabend um 20.30 Uhr in Rustenburg einen weiteren Anlauf auf den zweiten WM-Titel nach 1966.
England hofft auf den ersten Titel seit 44 Jahren Gefordert werden die Briten von den USA, die schon manchen Favoriten das Fürchten lehrten. England ist gewarnt. Letztes Jahr warfen die USA im Confederations Cup Spanien aus dem Wettbewerb und beendeten deren Serie von 35 Spielen ohne Niederlage. Im Final gegen Brasilien lagen die US-Boys 2:0 vorne, ehe sie noch knapp mit 2:3 verloren. Der krasse Aussenseiter, der sie noch in den Neunzigerjahren waren, sind sie schon lange nicht mehr.
Die Engländer erhalten zudem die Gelegenheit zur späten Revanche. Im bisher einzigen WM-Duell kassierte England 1950 an der WM in Brasilien eine sensationelle 0:1-Niederlage. Englands italienischer Trainer, der Friulaner Fabio Capello, war damals erst drei Jahre alt, aber auf der Insel ist dieses Ereignis noch immer präsent.
England steht und fällt mit seinem Starstürmer Wayne Rooney. Wie wichtig der bullige Angriffs-Terrier für die Mannschaft ist, streicht Geoff Hurst, 1966 mit drei Final-Toren Englands WM-Held gegen Deutschland, heraus: «Es ist für uns unmöglich, ohne Wayne im Sturm die WM zu gewinnen. Er ist nicht zu ersetzen.»
Capello hat dem Angreifer von Manchester United ins Gewissen geredet. Der heissblütige Rooney ist immer für einen Ausraster gut, wie beispielsweise im Viertelfinal der WM 2006, als er sich von Cristiano Ronaldo provozieren liess und mit einer Roten Karte vom Platz flog. Der verletzte Innenverteidiger Rio Ferdinand dürfte wohl zu kompensieren sein, doch Rooney ist Englands Schlüsselspieler. «Er ist für uns eminent wichtig», unterstreicht auch Capello. 18 Siege in 24 Spielen hat der Italiener mit England eingefahren und damit die Hoffnungen geschürt, es möge nach 44 Jahren endlich wieder einmal zum Titel reichen. (Si)
Erstellt: 12.06.2010, 20:02 Uhr








